Wenn Stress uns weckt

Wer tagsüber in der Arbeit oder zu Hause Stress hat, kann sich auch nachts nicht richtig erholen. So schaffen Sie es, wieder ruhiger zu schlafen.

Mann schläft schlecht © Thinkstock
(Regensburg – 05.01.2012) Der Puls rast, man schreckt hoch und will loslaufen. Nächtliches Aufschrecken kann ein wahres Schreckgespenst sein. Jürgen Zulley, Psychologe am Schlafmedizinischen Zentrum in Regensburg, sagt: „Das nächtliche Wachwerden ist häufig ein Zeichen für Stress und unverarbeitete Probleme.“

Bis zu 28 Mal wird jeder Schläfer pro Nacht wach. Das klingt ganz schön viel. „In der Regel vergessen wir diese Wachmomente aber sofort wieder, weil wir problemlos wieder einschlafen.“ Belastend werden die wachen Phasen, wenn an Schlaf nicht mehr zu denken ist und die Betroffenen wachliegen. „Es ist wichtig, diese Störung des Schlafes möglichst gelassen zu bewerten“, rät Zulley. Denn: Wer frustriert im Bett liegt und sich darüber ärgert, zu wenig zu schlafen, schläft auch nicht. Anspannung ist das schlechteste Mittel, um wieder einschlafen zu können.

Ursache: erhöhte Anspannung

Oft ist die Ursache eine erhöhte Anspannung: „Wer Probleme und Stress des Tages nicht abschließen kann, nimmt sie mit in den Schlaf“, sagt der Experte. Statt sich zu erholen, arbeitet das Gehirn auf Hochtouren, schiebt und wälzt Probleme. Normale Wachphasen werden durch diese erhöhte Anspannung dann sofort als weitere Störung registriert.

Auch immer wiederkehrende Albträume können ein Signal für unverarbeitete und belastende Konflikte sein. Wer nachts mit erhöhtem Puls und Angstschweiß aufwacht, sollte versuchen, den Traum bewusst weiterzuträumen: „Ich empfehle meinen Patienten, sich ein gutes Ende für den Albtraum auszudenken und sich diese Geschichte immer wieder vor Augen zu rufen“, sagt Zulley. Durch die positive Wiederholung „lernt“ das Gehirn, Spannung abzubauen – der Schlaf wird langsam wieder ruhiger.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.01.2012
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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