Gutes für den Fuß

Von den meisten Menschen werden die Füße eher stiefmütterlich behandelt. Dabei lohnt es sich, dem unteren Ende des Körpers mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

(Düsseldorf – 24.10.2011) In der Regel bekommen die Füße bei den meisten Menschen sowohl bei der Körperpflege als auch beim Sportprogramm nur wenig Aufmerksamkeit – dabei sind sie so wichtig für uns. „Denn unsere Füße müssen sich ständig unterschiedlichen Belastungen und Böden anpassen“, sagt der Düsseldorfer Orthopäde Thomas Pauly. So helfen die Rezeptoren in den Fußsohlen, die Stellung im Raum zu definieren – schräg oder gerade, Kopfsteinpflaster oder Teppich. Je beweglicher und trainierter die Füße sind, desto besser fühlt man sich beim Gehen.

Fußtraining nach der Dusche

Schon Kleinigkeiten, die sich in den Alltag einbetten lassen und den Füßen guttun, reichen aus. „Das fängt gleich morgens nach der Dusche an“, sagt Pauly. Die meisten Menschen trocknen ihre Füße nicht gründlich ab. Doch es ist wichtig, die Füße auch zwischen den Zehen abzutrocknen. Zum einen, um Fußpilz vorzubeugen, der sich schnell in den feuchten Zehenzwischenräumen bilden kann. Zum anderen bekommen die Füße so gleich zu Beginn eine kleine Massage. Pauly empfiehlt zum Beispiel, leicht an den Zehen zu ziehen: „Das entlastet die Gelenke und dehnt die Gelenkkapseln“.

Wer sich regelmäßig um seine Füße kümmert, dem fallen außerdem Probleme wie ein breiter Ballen, Druckstellen, Entzündungen oder Nervenreizungen schneller auf. So ist ein rechtzeitiger Arztbesuch möglich. Der Experte hat aber die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen erst einen Arzt aufsuchen, wenn sie die Schmerzen nicht mehr aushalten. Und das ist vielfach zu spät. „Oft ist der Verschleiß im Fuß dann schon weit fortgeschritten und die Beweglichkeit bereits deutlich eingeschränkt“, sagt Pauly. Am häufigsten leiden Patienten unter einem durchgetretenen Mittelfuß, Fehlbelastungen durch einen Fersensporn sowie Zehenfehlstellungen. Durch eine frühe Diagnose und eine rechtzeitige Therapie könnten sie sich viele Schmerzen und Langzeitschäden ersparen.

Kleine Gymnastik am Schreibtisch

Bei der täglichen Fußgymnastik sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Es geht vor allem darum, möglichst differenzierte Bewegungen zu machen und taktile Reize zu setzen“, sagt Pauly. Laufen Sie zum Beispiel beim Zähneputzen barfuß durch die Wohnung, mal auf den Zehenspitzen, mal auf dem Ballen, mal auf der Ferse oder auf den Fußaußen- und -innenseiten. Der Tastsinn der Füße wird geschult, wenn man ein Handtuch mit dem Fuß aufhebt oder den Badewannenstöpsel mit dem Fuß zurück in seine Halterung befördert.

Das tägliche Fitnesstraining kann auch problemlos zwischendurch erledigt werden – zum Beispiel am Schreibtisch: Der Experte rät, die Schuhe unter dem Tisch auszuziehen, die Füße parallel zueinander auf den Boden zu stellen und sie mithilfe der Zehen vorwärtszuziehen. Diese kleinen Übungen halten die Füße dauerhaft beweglich und fit und steigern nachhaltig das Wohl- und Gehgefühl.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.10.2011
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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