Sommerhitze am Arbeitsplatz

Wie kommt man bei brütender, hochsommerlicher Hitze am besten durch den Arbeitstag? Ein paar hilfreiche Tipps – falls der Sommer noch kommt.

Mann lockert Hemdkragen. © Shutterstock
(Köln – 11.08.2011) Wenn sich im Sommer die Temperaturen der 30-Grad-Marke nähern, können Schüler auf hitzefrei hoffen. Arbeitnehmer müssen in der Regel in ihren Büros weiterschwitzen. Umso wichtiger ist es, dass sie, aber auch der Arbeitgeber regelmäßig einen Blick auf die Wettervorhersage und das Thermometer werfen.

Konzentration lässt nach

„Jeder weiß: Große Hitze belastet den Kreislauf. Leistungsfähigkeit und Konzentration sinken“, erklärt Arbeitsmedizinerin Dr. Ulrike Roth vom TÜV Rheinland. Deswegen empfiehlt die Arbeitsstättenverordnung in Deutschland ab Temperaturen von 26 Grad Celsius verschiedene Maßnahmen am Arbeitsplatz. Dabei müssen Räume nicht immer gleich mit einem Klimagerät ausgerüstet werden. Manchmal helfen schon flexiblere Arbeitszeiten oder zur Verfügung gestellte Getränke über die heißesten Tage des Jahres.

Auch jeder Einzelne sollte sein Verhalten an die Sommerhitze anpassen: „Viel Wasser, Tee oder Saftschorle zu trinken ist das A und O“, sagt Dr. Roth. Denn bereits bei einem eher geringen Flüssigkeitsverlust von nur zwei Prozent nimmt die Konzentration spürbar ab. Arbeitsmedizinerin Roth empfiehlt zudem auf fettige Mahlzeiten zu verzichten und auf leichte Kost und Obst umzusteigen.

Lüften, Sonnenschutz und Ventilatoren

Für frische und kühle Luft kann gesorgt werden, indem man die Räume morgens und möglicherweise abends gut lüftet. Dabei sollte jedoch kein Durchzug entstehen. Auch geeigneter Sonnenschutz an den Fenstern, wie Rollos oder Jalousien und ein Ventilator sollten zum Einsatz kommen. Wenn es besonders heiß wird, verschafft kaltes Wasser an der Stirn, im Gesicht und an den Handgelenken etwas Kühlung.

Hitze belastet nicht nur im Büro

Bei körperlicher Arbeit im Freien empfiehlt die Ärztin nur mit Kopfbedeckung zu arbeiten. Eine geeignete Sonnenschutzcreme sollte auch aufgetragen werden. Zudem können Arbeitgeber über organisatorische Maßnahmen an besonders heißen Tagen nachdenken, beispielsweise einen früheren Arbeitsbeginn und dafür längere Pausen. Schließlich trägt die richtige Kleidung zum Schutz gegen Hitze bei. Naturfasern wie Baumwolle nehmen beispielsweise Feuchtigkeit gut auf.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.08.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: TÜV Rheinland
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