Gefährlicher Wespenstich

Wenn Insekten im Mund- oder Rachenbereich zustechen, kann das lebensgefährliche Folgen haben. Welche Maßnahmen helfen im Notfall?

Wespe © Shutterstock
(Berlin – 26.08.2011) Auch wenn der Sommer in Deutschland dieses Jahr lange Zeit feucht und kühl war, bringt er doch ein altbekanntes Problem mit sich: Wespen. Sie schwirren um den Gartentisch, fliegen unbemerkt in Safttüten oder lassen sich mitten auf der Eiskugel nieder. Besonders Kinder geben nicht immer auf ihren Saft oder ihr Eis acht und werden schnell gestochen.

„Meist stechen die Wespen dann in die Zunge oder in den vorderen Mundbereich wie die Lippe oder die Wangenschleimhaut“, sagt der Berliner Kinderarzt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Auch ohne eine allergische Reaktion kann ein solcher Stich bedrohlich werden, weil Hals oder Schlund anschwellen und die Atemwege blockieren können. „Die Therapie ist Kühlung und Schmerzlinderung. Ich würde zudem grundsätzlich eine Erste-Hilfe-Klinik oder einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen“, rät Fegeler.

Unkonventionelles Mittel

Auch Nasentropfen können laut Fegeler im Notfall angewendet werden. Sie führen dazu, dass Schleimhäute abschwellen und können theoretisch auch im Mund- und Rachenbereich helfen. Der Mediziner erachtet aber grundsätzlich die Kühlung des Stichs als wichtigste Maßnahme. Einen Eiswürfel zu lutschen ist dabei ein einfaches und effektives Mittel. Wenn keine Eiswürfel zur Hand sind, reicht auch ein mit Wasser getränkter Lappen aus, um den Stich zu kühlen. Bei einem Insektenstich im Mundbereich sollte jedoch in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Gefahr einer allergischen Reaktion

Bei einer allergischen Reaktion kann ein Wespen- oder Bienenstich lebensbedrohliche Folgen haben. In kürzester Zeit können Zungengrund und Kehlkopf stark anschwellen und die Atemwege vollständig blockieren. „Hier hilft nur der schnellstmögliche Einsatz von Cortisonpräparaten und eine stationäre Behandlung“, erklärt Kinderarzt Fegeler. Eine bekannte Wespen- oder Bienengiftallergie könne durch eine Hyposensibilisierung deutlich gebessert werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.08.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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