Wie Singen das Leben von Parkinson Patienten positiv beeinflusst

Gemeinschaftliches regelmäßiges Singen die beeinflusst die Lebensqualität von an Parkinson erkrankten Menschen positiv – das zeigen aktuelle Forschungsergebnisse des Queensland Conservatorium Research Centre der Griffith University in Australien. Im Vorher-Nachher-Vergleich verbessern sich Lungenfunktion und motorische Fähigkeiten sowie die psychische Befindlichkeit deutlich.

Singende Senioren © iStock
(Berlin – 26.03.2018) Die Studie – an der mehr als siebzig Personen teilnahmen – sollte herausfinden, welchen Einfluss das Singen tatsächlich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Parkinson-Patienten hat. Dabei kam es nicht auf die Gesangsfähigkeit der Patienten an, sondern darum, pro Woche für eine Stunde über sechs Monate lang gemeinsam zu singen. Bei jedem Treffen sangen die Teilnehmer, führten Aufwärm- und Atemübungen durch und nahmen an diversen anderen sozialen Aktivitäten teil.

Gemeinschaftsgefühl gegen die emotionale Last

Ziel des Forschungsprojekts war, herauszufinden, ob Singen die Lebensqualität der Erkrankten und der Pflegepersonen verbessern könnte. „Wir wollten die emotionale Last, Depressionen, Ängste und Stressgefühle der Beteiligten reduzieren", sagt Prof. Don Stewart, vom Queensland Conservatorium Research Centre der Griffith University.

„Eines der wichtigsten Ergebnisse war, dass die Teilnehmer weniger Sorge um die Reaktion anderer Menschen hatten und sich nicht mehr schämten. Die Teilnehmer hatten nicht mehr das Gefühl, dass sie ihre Krankheit vor anderen verstecken oder Situationen die das Essen und Trinken in der Öffentlichkeit beinhalten, vermeiden müssten."

Gestärkte Kontrolle über die Muskulatur

Dr. Yoon Irons vom Research Centre unterstützte die Studie: „Unsere Forschungsergebnisse bestätigen, dass Singen die Lebensqualität der Parkinson-Patienten nachweislich verbessert – manche Teilnehmer haben sogar davon berichtet, weniger ängstlich zu sein, andere haben ihre Bewegungs-, Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten verbessert. Wir haben die Stimmen der Teilnehmer vor und nach der sechsmonatigen Forschungsphase getestet und konnten herausfinden, dass die Studienteilnehmer nach der Studie die Noten länger halten konnten, eine größere Tonweite hatten und lauter singen konnten."

„Das alles zeigt, dass das Singen die Lungen- und Atemfunktion und die Kontrolle über die Muskulatur deutlich verbessert hat. Das Projekt hat den Teilnehmern aber auch einen verbesserten Blick auf die Zukunft geliefert: Nur weil man an Parkinson erkrankt ist, muss keine Weltuntergangsstimmung herrschen."
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.03.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Anja Dolski
  • Quellen: Pressemitteilung des Instituts Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund: Wie Singen das Leben von Parkinson-Patienten nachhaltig verbessern kann.
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