Tipps gegen den Herbstblues

In der dunklen Jahreszeit fühlen sich viele müde und antriebslos. Wir haben Tipps für Sie, wie Sie das Novembertief überwinden.

Paar macht einen Herbstspaziergang © iStock
(Idstein – 24.11.2017) Die Tage werden kürzer, der Himmel grauer und die Temperaturen fallen. Der Lichtmangel verändert unseren Hormonhaushalt – der Körper schüttet mehr Melatonin, das sogenannte Schlafhormon, und weniger Serotonin aus. Häufig leiden Menschen aufgrund des wenigen Lichts auch unter einem Mangel an Vitamin D. Die Folge: Müdigkeit und Stimmungstiefs.

Herbst- und Winterzeit dient der Entschleunigung

Die Psychologin Prof. Dr. Katja Mierke rät zunächst dazu, diese Phase so gut wie möglich zu akzeptieren und zu genießen: „Wir sind es nicht mehr gewohnt, den Jahreszeiten entsprechend zu leben. Nicht ohne Grund machen andere Lebewesen einen Winterschlaf und ziehen sich in ihre Höhlen zurück.“ Die Herbst- und Winterzeit dient auch der Entschleunigung, so die Expertin. „Wir sollten uns – wie die Natur – auch mal Ruhe gönnen, um neue Kraft für den nächsten Frühling zu tanken.“ Für die Psyche sind diese Zeiten des Innehaltens wichtig – nicht umsonst ist der November in vielen Kulturen ein Monat der Trauertage. „Indem man von Vergangenem Abschied nimmt, schafft man wieder Platz für Neues“, sagt Mierke.

So schaffen Sie es aus dem Novembertief

Wer sich dennoch nicht allzu tief ins Novemberloch fallen lassen möchte, dem empfiehlt die Expertin, sich so viel wie möglich draußen zu bewegen und Licht zu tanken – notfalls mithilfe spezieller Lichttherapielampen. Diese helfen auch in gravierenderen Fällen von Winterdepression – der sogenannten Seasonal Affective Disorder (SAD).  

Auch die Kälte spielt eine entscheidende Rolle: „Aktuelle sozialpsychologische Studien belegen, dass sich Menschen einsamer fühlen, wenn sie körperlich Kälte ausgesetzt sind. Daher tut es uns jetzt besonders gut, wenn wir näher zusammenrücken. Anlässe dafür gibt es in der Vorweihnachtszeit reichlich“, so Mierke.

Über die Nahrung kann man der Psyche ebenfalls Gutes tun: Die in Nelken und Zimt enthaltenen ätherischen Stoffe wirken nachweislich antidepressiv. Offenbar wissen wir hier instinktiv, was uns in der dunklen Jahreszeit guttut und haben uns mit der Weihnachtsbäckerei entsprechende kulinarische Traditionen geschaffen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.11.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Hochschule Fresenius: Tipps gegen den Herbstblues
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