Frühsymptome für Parkinson

Werden die Körperbewegungen langsamer, kann das ein erstes Anzeichen für Parkinson sein. Welche frühzeitigen Symptome es noch gibt.

Frau schneidet Gemüse © Thinkstock
(Krefeld – 05.11.2014) Eine Verlangsamung der Körperbewegungen sowie eine Veränderung im Gangbild oder der Körperhaltung können erste Anzeichen für die neurologische Erkrankung Morbus Parkinson sein. „Typische Krankheitsanzeichen im frühen Stadium sind ebenso schmerzhafte, zumeist einseitig auftretende Muskelverspannungen im Nacken‐Schulter‐ und auch Gürtelbereich, die insbesondere nach dem Aufwachen auftreten. Häufig werden diese Beschwerden zunächst als Muskel‐ oder Gelenkerkrankungen fehlinterpretiert“, sagt Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). „Betroffene fühlen sich zunehmend steif, unsicher und schwerfällig und der Gang wird leicht schlurfend.“

Anfangs oft keine eindeutigen Symptome

Die Parkinson‐Krankheit zeigt zu Beginn oftmals keine klaren, eindeutigen Symptome, sondern schreitet zunächst schleichend mit uncharakteristischen Beschwerden fort. Weitere Anzeichen für Parkinson können feine Bewegungsstörungen der Hände sein. „Diese Probleme zeigen sich dann bei ganz alltäglichen Handlungen wie etwa dem Zuknöpfen von Kleidungsstücken, dem Zähneputzen oder dem Zubereiten von Essen. Auch kann das Schriftbild unregelmäßiger, zittriger und kleiner werden. Darüber hinaus kann sich die Stimme verändern – sie wird dann monotoner und leiser oder hört sich heiser an“, erklärt der Neurologe. Oft gehen den Bewegungsstörungen Riechstörungen Jahre voraus.

Allgemeinbefinden verschlechtert sich parallel

Auch bemerken Betroffene meist eine starke Ermüdbarkeit, Kraftlosigkeit und einen Leistungsabfall an sich, was oft mit verminderter psychischer und physischer Belastbarkeit einhergeht. Bei manchen kommen psychische Auffälligkeiten hinzu, die den Beschwerden einer Depression ähneln – zum Beispiel eine allgemeine Antriebsminderung, Müdigkeit, depressive Verstimmungen oder auch Schlafstörungen und Vergesslichkeit. Angehörigen fällt oft auf, dass die Betroffenen recht leise sprechen und aus nichtigen Anlässen gereizt oder niedergeschlagen reagieren. Auch verlieren die Gesichtszüge an Ausdruck und die Mimik lässt nach.  

„Summieren sich diese eher unspezifischen Anzeichen, sollte die Ursache unbedingt von einem Facharzt für Neurologie abgeklärt werden“, rät Bergmann. „Gerade bei Bewegungsstörungen ist eine frühzeitige Diagnose und eine angemessene Behandlung für den weiteren Verlauf der Erkrankung von großer Bedeutung.“ Parkinson ist zwar nicht heilbar, jedoch lässt sich mit der richtigen Therapie und einer aktiven Lebensweise, die der Muskelsteife entgegenwirkt, die Lebensqualität erheblich fördern.  

Das charakteristische Zittern – die bekannteste Auswirkung der Erkrankung und auch das häufigste Symptom, weswegen ein Arzt aufgesucht wird – tritt übrigens erst auf, wenn sich die Erkrankung bereits in einem mittleren Stadium befindet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Bundesverbands Deutscher Nervenärzte (www.neurologen-im-netz.org): Bewegungsverlangsamung kann ein Frühsymptom von Parkinson sein
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