Tipp 1: Stressfaktoren identifizieren

Finden Sie heraus, was Sie im Arbeitsalltag stresst – und ändern Sie es.

Tipp 2: klare Grenzen setzen

Grübeln Sie nach der Arbeit nicht mehr über die Probleme im Büro.

Tipp 3: den Tag planen

Strukturieren Sie Ihren Arbeitstag und setzen Sie Prioritäten.

Tipp 4: bewusst Pausen machen

Nutzen Sie die Mittagspause bewusst, um zu entspannen.

Tipp 5: eigene Erwartungshaltung ändern

Setzen Sie sich Zielen, die Sie auch tatsächlich erreichen können.

Tipp 6: Zeit zum Nachdenken nehmen

Nehmen Sie sich trotz Stress die Zeit, die nächsten Schritte zu planen.

Tipp 7: mit den Kollegen sprechen

Wer auch mal um Hilfe bittet, versagt nicht, sondern zeigt Teamgeist.

Der Psyche Gutes tun

Eine aktuelle Studie zeigt: Fast jede zweite Frührente ist inzwischen psychisch bedingt. Wie Sie psychischen Erkrankungen im Job vorbeugen können.

(München – 31.01.2014) Beinahe jede zweite neue Frührente ist mittlerweile psychisch verursacht. Das ergab eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Vor allem Depressionen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen sowie Suchterkrankungen haben als Grund zugenommen. Seit mehr als zehn Jahren sind psychische Erkrankungen die Hauptursache für gesundheitsbedingte Frührenten – mit großem Abstand vor körperlichen Erkrankungen. Bei den Fehltagen liegen psychische Erkrankungen laut einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit mit 14,6 Prozent inzwischen auf Platz drei der häufigsten Diagnosen.

Eine Ursache für die Arbeitsunfähigkeit können psychische Belastungen der Arbeitswelt sein: Zeitdruck, hohe Aufgabenkomplexität, Verantwortung und gleichzeitig die ständige Angst um den Arbeitsplatz sorgen für Stress. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie Stress im Job reduzieren und so psychischen Erkrankungen vorbeugen können.

Tipp 1: Stressfaktoren identifizieren

Versuchen Sie herauszufinden, welche Stressfaktoren es in ihrem Berufsalltag gibt. Ändern Sie die Dinge, die Sie ändern können – auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Zum Beispiel hilft es schon, öfter mal die E-Mails zu sortieren, Ordnung in die Ablage zu bringen und den Schreibtisch aufzuräumen.

Tipp 2: klare Grenzen setzen

Wer sich richtig erholt und gut schläft, ist am nächsten Tag wieder fit im Job. Versuchen Sie deshalb, konsequent zu sein und nach Ihrem Arbeitstag nicht mehr an die Probleme im Büro zu denken. Zudem sollten Sie darauf achten, dass Überstunden nicht zur Normalität werden.

Tipp 3: Den Tag planen

Sie haben das Gefühl, Sie können die Aufgaben, die Sie auf dem Tisch haben, gar nicht alle bewältigen? Machen Sie sich am Anfang des Arbeitstags einen Plan, was Sie heute alles zu tun haben und setzen Sie Prioritäten. Denn: Wer konzentriert und gut organisiert arbeitet, schafft doppelt so viel wie jemand, bei dem Organisationschaos herrscht.

Tipp 4: Bewusst Pausen machen

Versuchen Sie Ihre Mittagspause gezielt dazu zu nutzen, sich etwas zu entspannen – zum Beispiel mit einem kleinen Spaziergang um den Block. Was Sie dagegen vermeiden sollten: Ihre Anspannung durch Alkohol, Rauchen oder Essen zu lösen.

Tipp 5: eigene Erwartungshaltung ändern

Oft macht man sich den Stress auch selbst – weil man einfach alles perfekt und möglichst schnell erledigen will. Doch anstatt unrealistische Erwartungen an sich selbst zu stellen sollten Sie sich lieber Ziele setzen, die Sie auch wirklich erreichen können.

Tipp 6: Zeit zum Nachdenken nehmen

Auch wenn Sie sowieso schon unter Zeitdruck stehen: Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, betrachten Sie Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln und planen Sie das weitere Vorgehen.  Und: Lernen Sie, auch mal „Nein“ zu sagen, wenn Ihnen jemand in Stresssituationen noch mehr Arbeit aufhalsen möchte.

Tipp 7: mit den Kollegen sprechen

Scheuen Sie sich nicht, mit Ihren Kollegen zu sprechen und sie auch mal um Hilfe zu bitten. Das bedeutet keineswegs, dass Sie versagt haben, sondern zeigt vielmehr, dass Sie teamfähig sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.01.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der BundesPsychotherapeutenKammer: Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt
  • Pressemitteilung der DAK-Gesundheit: Erkältungen treiben Krankenstand hoch. DAK-Gesundheit legt Gesamtanalyse zu Krankmeldungen 2013 vor
  • BKK Bundesverband: Eine Handlungshilfe für Beschäftigte: Kein Stress mit dem Stress
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