Kann man Glück lernen?

Eine neue Studie legt nahe, dass Glücklichsein tatsächlich erlernbar ist. Das könnte helfen, sich vor beruflichem und privatem Stress zu schützen.

junge Frau © Thinkstock
(Coburg – 13.12.2013) Der Coburger Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Tobias Esch hat untersucht, ob man Glück lernen und sich dadurch beruflich und privat besser vor Stress schützen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmer der Studie deutlich weniger Stress wahrnahmen und insgesamt zufriedener und glücklicher waren.  

Sieben Wochen lang nahmen 150 Beschäftigte eines Unternehmens an der Untersuchung teil. Während eine Hälfte ein spezielles Glückstraining absolvierte, diente die andere Hälfte als Kontrollgruppe. Beide wurden vor und nach der Testphase befragt. Außerdem überprüften die Forscher die Aufmerksamkeit der Probanden und nahmen Speichelproben, um die Stresshormone im Körper zu messen. Vier Wochen nach dem Training wurden die Tests wiederholt.

Teilnehmer waren weniger gestresst, zufriedener und glücklicher

Das Ergebnis: Die Teilnehmer des Glückstrainings nahmen nicht nur deutlich weniger Stress wahr, sie waren auch zufriedener und glücklicher. Die Lebensqualität insgesamt hat sich verbessert, weiche Faktoren wie „Achtsamkeit” und die Fähigkeit, abschalten zu können, wurden verstärkt. „Diese Effekte hielten über den gesamten Beobachtungszeitraum an”, erläutert Prof. Esch. Die Ergebnisse der Pilot-Untersuchung sieht er deshalb als ersten Schritt in eine interessante Richtung. Jetzt gelte es zu verfolgen, ob die Effekte sich dauerhaft auf die betriebliche Situation und die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.12.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Hochschule Coburg
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