Anzeichen für Parkinson

Je früher eine Parkinson-Erkrankung erkannt wird, desto besser lässt sich der typischen Muskelsteife entgegenwirken. Was typische Frühsymptome sind.

Ältere Frau © Thinkstock
Berlin – 11.04.2013) Das Parkinson-Syndrom gehört zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern. Das durchschnittliche Alter bei Diagnosestellung beträgt 55 Jahre. In Deutschland leiden etwa 150.000 bis 200.000 Menschen an der sogenannten Schüttellähmung.  

Je früher die Parkinson-Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser: Zwar sei die Krankheit nicht heilbar, aber je eher sie behandelt werde, umso besser könne der typischen Muskelsteife entgegengewirkt werden, sagt Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte (BVDN). Deshalb sollten erste Anzeichen ernst genommen werden.

Frühsymptome: Veränderung der Stimme und Riechstörungen

Dazu gehört zum Beispiel eine Stimmveränderung. „Die Sprache wird oft leise und monoton und gegen Ende eines Satzes immer schneller“, beschreibt Bergmann. Den Bewegungsstörungen bei Parkinson gehen oft auch Riechstörungen voraus. „Die Ursache der Riechstörungen ist, dass bei der Erkrankung nicht nur Nervenzellen im Gehirn sondern auch Seh- und Riechnerven zugrunde gehen“, erklärt der Experte.

Feinmotorische Probleme und eine unregelmäßige Schrift

Weitere Frühsymptome sind feinmotorische Probleme, die sich zum Beispiel beim Zuknöpfen oder Zähneputzen zeigen können, sowie eine zittrige, unregelmäßige Schrift. Auch eine verlangsamte Körperbewegung und eine Veränderung des Gangbilds oder der Körperhaltung können erste Anzeichen für die Parkinson-Erkrankung sein. Typisch sind außerdem schmerzhafte, meist einseitig auftretende Muskelverspannungen im Nacken-Schulter-Gürtelbereich. „Betroffene fühlen sich zudem oft steif, unsicher und schwerfällig und der Gang ist leicht schlurfend“, erläutert Bergmann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.04.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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