Gesundheitsrisiko Einsamkeit
Einsam sein – für die meisten Menschen ist das keine schöne Vorstellung. Forscher haben nun herausgefunden, dass soziale Kontakte nicht nur wichtig für das seelische Wohlbefinden sind. Sie haben auch einen großen Einfluss auf die Gesundheit.
© Shutterstock(San Francisco – 28.07.2010) Einsamkeit ist nach einer neuen Studie etwa so schädlich wie Rauchen oder Fettsucht. Ärzte und Gesundheitsexperten sollten daher das soziale Umfeld als Gesundheitsfaktor ebenso ernst nehmen wie Tabakkonsum, Ernährung und Sport. Das schließen Forscher aus einer Analyse von 148 Studien zum Sterberisiko, die Daten von über 300.000 Menschen vor allem in westlichen Ländern erfassten.
Demnach haben Menschen, die sich in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis gut aufgehoben fühlen, eine um 50 Prozent höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Menschen mit einem schwachen sozialen Umfeld. Der Effekt ist damit in etwa so groß wie der des Rauchens. Viele andere Risikofaktoren, wie beispielsweise Bewegungsmangel, übertrifft er.
Julianne Holt-Lunstad und ihre Kollegen von der Brigham Young University fanden heraus, dass es nicht wichtig ist, ob die Menschen alleine oder mit anderen zusammen leben. Ausschlaggebend ist vielmehr die allgemeine soziale Integration. Zudem ist der Zusammenhang von sozialem Umfeld und Sterblichkeit altersunabhängig. Deshalb sollten Ärzte nicht nur einen Blick auf das Umfeld älterer Menschen werfen, so die Forscher.
Einsamkeit hat Auswirkungen auf den Umgang mit der eigenen Gesundheit und auf psychologische Prozesse wie Stress und Depressionen. Einige Studien haben gezeigt, dass Kontakte das Immunsystem stärken. Jede Verbesserung des sozialen Umfelds werde sowohl die Lebensdauer als auch die Lebensqualität verbessern, schließen die Forscher der Brigham Young University. Gesundheitsvorsorge muss daher auch das soziale Befinden mit einbeziehen. Ärzte und Kliniken sollten Sozialkontakte und soziale Netzwerke für Patienten fördern.
„Mediziner, Gesundheitsexperten, Erzieher und die Medien nehmen Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Sport sehr ernst: Die hier präsentierten Daten bieten ein stichhaltiges Argument, die sozialen Faktoren zu dieser Liste hinzuzufügen“, betonen Julianne Holt-Lunstad und ihre Kollegen.
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Demnach haben Menschen, die sich in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis gut aufgehoben fühlen, eine um 50 Prozent höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Menschen mit einem schwachen sozialen Umfeld. Der Effekt ist damit in etwa so groß wie der des Rauchens. Viele andere Risikofaktoren, wie beispielsweise Bewegungsmangel, übertrifft er.
Soziale Integration ist ausschlaggebend
Julianne Holt-Lunstad und ihre Kollegen von der Brigham Young University fanden heraus, dass es nicht wichtig ist, ob die Menschen alleine oder mit anderen zusammen leben. Ausschlaggebend ist vielmehr die allgemeine soziale Integration. Zudem ist der Zusammenhang von sozialem Umfeld und Sterblichkeit altersunabhängig. Deshalb sollten Ärzte nicht nur einen Blick auf das Umfeld älterer Menschen werfen, so die Forscher.
Fördern von Kontakten
Einsamkeit hat Auswirkungen auf den Umgang mit der eigenen Gesundheit und auf psychologische Prozesse wie Stress und Depressionen. Einige Studien haben gezeigt, dass Kontakte das Immunsystem stärken. Jede Verbesserung des sozialen Umfelds werde sowohl die Lebensdauer als auch die Lebensqualität verbessern, schließen die Forscher der Brigham Young University. Gesundheitsvorsorge muss daher auch das soziale Befinden mit einbeziehen. Ärzte und Kliniken sollten Sozialkontakte und soziale Netzwerke für Patienten fördern.
„Mediziner, Gesundheitsexperten, Erzieher und die Medien nehmen Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Sport sehr ernst: Die hier präsentierten Daten bieten ein stichhaltiges Argument, die sozialen Faktoren zu dieser Liste hinzuzufügen“, betonen Julianne Holt-Lunstad und ihre Kollegen.
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