Sport hemmt Entzündungen

Eine Studie zeigt: Sport wirkt entzündungshemmend. Die Erkenntnis trägt dazu bei, die positive Wirkung von Sport auf die Gesundheit besser zu verstehen.

Seniorin beim Sport © Thinkstock
(Köln – 02.12.2015) In einer großangelegten Studie über die Effekte von Sport auf das menschliche Immunsystem haben Forscher der Deutsche Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln gezeigt, dass Sport eine entzündungshemmende Wirkung hat.

Mehr entzündungshemmende Immunzellen

Die Kölner Forscher konnten nachweisen, dass intensive, regelmäßige sportliche Betätigung zu einem Anstieg von entzündungshemmenden Immunzellen, den sogenannten regulatorischen T-Zellen, führt. Im Rahmen der Studie untersuchten sie Blutproben von jungen Eliteathleten – unter anderem auch der deutschen Hockey-Olympiamannschaft – und verglichen diese mit Proben von jungen und gesunden, aber untrainierten Probanden. Die Analyse der Daten ergab, dass die Frequenz der regulatorischen T-Zellen in Abhängigkeit von der körperlichen Fitness der Probanden zunahm. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass körperliche Aktivität durch eine Steigerung regulatorischer T-Zellen entzündungshemmende Effekte erzielt.

Positive Wirkung auf die Gesundheit besser verstehen

Viele Erkrankungen in den Industrieländern – zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes mellitus – entstehen unter anderem infolge chronischer Entzündungsprozesse. Seit Längerem ist bekannt, dass körperliche Inaktivität und Übergewicht chronische Entzündungsprozesse fördern. Ein gesunder Lebensstil mit sportlicher Betätigung wirkt hingegen vorbeugend. Die dem zugrunde liegenden biologischen Mechanismen sind bisher nur teilweise bekannt. Die Forschungsergebnisse der Studie tragen daher entscheidend zum Verständnis der positiven Effekte körperlicher Aktivität für die Gesundheit des Menschen bei.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.12.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Sporthochschule: Sport wirkt entzündungshemmend