Effektiv und platzsparend

Ausdauer, Körperhaltung und Balance gleichzeitig trainieren – und das platzsparend und effektiv? Das ist möglich: mit Bändern und Seilen.

Frau mit Springseil © Thinkstock
(Lohn-Ammannsegg – 27.12.2012) Zugegeben: Auf den ersten Blick gibt es aufregendere Sportgeräte als das gute alte Springseil. Bei genauem Hinsehen aber bietet Seilspringen ideale Trainingsmöglichkeiten für Ausdauer und Schnelligkeit sowie Körperhaltung und Balance, berichtet die Triathlon-Trainerin Nina Eggert.

„Schon wer mehrmals pro Woche wenige Minuten am Tag springt, kann damit seine Kondition beträchtlich steigern“, so die Trainerin. Erst recht, wenn man das Training verlängert oder die Sprünge intensiviert. „Anfängern würde ich raten, langsam und mit Zwischensprüngen zu beginnen. Nach und nach können Sie dann die Geschwindigkeit steigern, ohne Zwischensprünge arbeiten und im Wechsel auch immer mal nur auf einem Bein hüpfen“, erklärt Eggert.

Ideal ist ein Springseil, dessen Griffe mit einem Lager versehen sind – das vereinfacht die Umdrehungen. Für diejenigen, denen es auch ums Abnehmen geht, gibt es Seile mit hohlen Griffen, die mit Gewichten gefüllt werden können – das steigert den Kalorienverbrauch.

Gummibänder machen Gymnastik effektiver

Wer verspannte Muskeln lockern und auch kräftigen möchte, ist mit Gummi-Übungsbändern gut bedient. „Therabänder oder auch Tubes, die mit einem Griff oder Türanker versehen sind, machen jede Gymnastikübung deutlich effektiver, denn sie sorgen für einen zusätzlichen Widerstand“, erklärt Trainerin Eggert.

Menschen, die etwa die Muskulatur des oberen Rückens und des Schultergürtels kräftigen möchten, rät sie beispielsweise, möglichst im Stehen die Ellenbogen an die Hüfte zu drücken und die Unterarme im rechten Winkel zu den Oberarmen nach vorne zu strecken. Die Daumen zeigen nach außen. „Das leicht gespannte Theraband halten Sie zwischen Ihren Händen. Dann führen Sie die Unterarme gegen den Widerstand nach außen, während die Ellenbogen nach wie vor am Körper bleiben“, so Eggert. Diese Außendrehung der Schultern sei für die Muskulatur ein guter Ausgleich, denn bei vielen Alltagsbewegungen rotiere man die Schultern nach innen.

Schlingentraining kräftigt vor allem die Rumpfmuskeln

Mindestens genauso wirksam, aber nicht ganz so leicht zu Hause durchführbar, ist das Training mit an der Decke befestigten Schlingen. „In einer Mietwohnung würde ich die dazu nötigen festen Haken lieber nicht anbringen, sondern dann doch eher im Fitnessstudio trainieren“, rät Fitnessexpertin Eggert. Beim Schlingentraining legen die Sportler Rumpf, Arme oder Beine in die von oben herabhängende Schlinge und führen ihre Übungen in ungewohnten, Gleichgewicht und Rumpfmuskeln fordernden Körperstellungen aus. „Man muss dabei ständig aktiv die Balance halten und sämtliche Muskeln anspannen“, sagt Eggert.

Am Anfang Haltung überprüfen

Auch wenn die Verletzungsgefahr bei Übungen mit Bändern und Seilen nicht groß ist, sollte man gerade am Anfang durch einen Blick in den Spiegel oder auch mithilfe einer erfahrenen Person überprüfen, ob man die jeweiligen Übungen korrekt ausführt, empfiehlt Nina Eggert. „Wenn man das einmal drin hat, kann man so viel man möchte auf eigene Faust weitertrainieren.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.12.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: dapd
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung