Das perfekte Rad

Viele spielen im Frühjahr mit dem Gedanken, sich ein neues Fahrrad zu kaufen. Auf was sollte man bei der Auswahl achten?

Zwei Senioren beim Fahrradfahren © Thinkstock
(Bremen – 09.03.2012) Wenn das Frühjahr naht und die Temperaturen milder werden, möchten viele runter vom Sofa und rauf aufs Fahrrad. Manche nutzen diesen Zeitpunkt, um sich ein neues Rad zu kaufen. Ob Mountainbike, Fitnessbike, Rennrad, Hollandrad oder Citybike: Bei der Auswahl an unterschiedlichen Modellen ist man im Fahrradladen schnell mal überfordert.

Wer das richtige Fahrrad für sich finden will, sollte sich vor dem Gang in den Laden überlegen, für welche Zwecke er es anschaffen möchte. „Je genauer man weiß, wie das neue Fahrrad genutzt werden soll, desto eher findet man das perfekte Rad für sich“, sagt Bettina Cibulski vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).

Der Allrounder

„Das universelle Modell ist das Trekkingrad und wird in Deutschland auch am häufigsten verkauft", erklärt Cibulski. Diese Räder ähneln optisch Mountainbikes, haben aber einen deutlich schlankeren Rahmen und auch dünnere Reifen. Sie wiegen bis zu 17 Kilogramm, sind sehr stabil und haben zwischen 7 und 21 Gänge.

Ausgestattet sind die Räder mit Licht, Schutzblech und einem soliden Gepäckträger, der bis zu 30 Kilogramm trägt. Sie sind also absolut alltagstauglich und verkehrssicher. „Mit einem solchen Trekkingrad kann man jeden Tag zur Arbeit fahren, kleine Touren unternehmen, aber auch problemlos den Einkauf nach Hause bringen“, erklärt Bettina Cibulski.

Die Vielseitigkeit mache die Trekkingräder deswegen zum idealen Rad für Menschen, die es vielseitig nutzen wollen. Wichtiges Argument für oder gegen ein Rad ist auch das Gewicht. Wer sein Rad jeden Tag in den dritten Stock tragen muss, sollte das beim Kauf berücksichtigen und sich eher für ein leichtes Modell mit Alurahmen entscheiden.

Für Sportliche

„Wer mehr Wert auf das Rad als Sportgerät legt, der sollte sich für ein Fahrrad mit einer Gangschaltung mit bis zu 27 Gängen und einen leichteren Rahmen entscheiden“, sagt Cibulski. Infrage kommt dafür zum Beispiel ein Fitnessbike, eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike. Diese Räder sind etwas sportlicher und leichter gebaut als Trekkingräder, haben keine Schutzbleche und keinen Gepäckträger. So ein Rad eignet sich für diejenigen, die beispielsweise jeden Tag ihren zehn Kilometer langen Arbeitsweg mit dem Rad zurücklegen wollen, um sich fit zu halten.

Für wen Fahrradfahren mehr als eine Gelegenheit ist, um für Sport im Alltag zu sorgen, der greift auf spezielle Rennräder oder Mountainbikes zurück.

Einstellungssache

Vor dem Kauf des neuen Fahrrads sollte man keinesfalls auf eine ausführliche Beratung und Probefahrt verzichten. „Ein neues Auto nimmt man auch nicht beim Einkauf mal eben mit, ohne Probe gefahren zu sein und ohne sich umfassend beraten zu lassen“, sagt Bettina Cibulski.

Außerdem kann der Verkäufer so sehen, ob man richtig auf dem Rad sitzt und ob Lenker- und Sattelhöhe richtig eingestellt sind. Wenn der Lenker zu tief oder der Sattel zu weit oben ist, werden Po, Intimzone und Handgelenke möglicherweise schlechter durchblutet und beginnen schon nach kurzen Strecken schmerzhaft zu kribbeln. Und damit wäre der Fahrspaß gleich dahin.
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