Fleisch grillen: Darauf sollten Sie achten

Damit der Grillabend ein Genuss wird: Wie Sie hochwertiges Fleisch erkennen, richtig aufbewahren und zubereiten

Grill mit Fleisch © iStock
(Bonn – 05.07.2019) Der Sommer ist da und mit ihm die ideale Zeit für lange Grillabende im Park, auf dem Balkon oder im eigenen Garten. Neben Mais, Zucchini oder Paprika dürfen bei vielen ein saftiges Steak oder eine knusprige Bratwurst nicht fehlen. Doch Fleischprodukte können leicht verderben.

So erkennen Sie hochwertiges Fleisch

Wer Qualität und Beratung möchte, sollte sein Fleisch beim Metzger oder im Supermarkt an der Frischfleischtheke kaufen. Frisches Fleisch lässt sich unter anderem an seinem milden Geruch und an seiner Farbe erkennen. Die Farbe ist umso dunkler, je älter ein Tier war – aber niemals gräulich. Frisches Rindfleisch ist dunkelrot, Geflügel zartrosa, Lammfleisch hellrot und Schweinefleisch rosa.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Oberfläche. Sie sollte glatt und frei von Druckstellen sein. Vorsicht ist bei blassem, weichem, schmierigem oder nässendem Fleisch geboten. Wenn Wasser austritt, kann das ein Zeichen sein, dass es aufgetaut wurde. Zum Grillen eignet sich außerdem besonders marmoriertes Fleisch – also solches mit einem hohen Fettanteil. Es schmeckt intensiver und zarter als die mageren Varianten. Bei bereits marinierten Produkten ist die Frische und Qualität des Fleisches nicht mehr gut zu erkennen, außerdem enthalten Marinaden oft Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker.

Wie Sie Fleisch richtig aufbewahren

Bei Fleisch darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden, da sich Mikroorganismen auf der Oberfläche des Fleisches bei warmen Temperaturen schnell vermehren können. Das Fleisch sollte nach dem Einkauf in Kühltaschen nach Hause transportiert werden. Zu Hause gehört es sofort in den Kühlschrank. Der richtige Ort zum Aufbewahren ist über dem Gemüsefach. Dort herrschen zwischen zwei und vier Grad Celsius, Mikroorganismen vermehren sich dort langsamer. Lagern Sie die verschiedenen Fleischsorten im Kühlschrank getrennt voneinander. Bei eingeschweißten Produkten empfiehlt es sich, das Fleisch vor dem Grillen aus der Verpackung zu nehmen und etwaiges Kondenswasser mit einem Papiertuch abzutrocknen.

Beachten Sie die Haltbarkeit

Essen Sie das Fleisch nicht am Tag, an dem Sie es gekauft haben, sollten Sie die Haltbarkeit der unterschiedlichen Fleischsorten beachten. Mit bis zu vier Tagen halten sich frische Bratwürste und Steaks am längsten. Geflügel ist maximal zwei Tage haltbar, frische Spieße etwa einen Tag. Hackfleisch sollte noch am Tag, an dem Sie es gekauft haben, zubereitet werden.

Für frisches Fleisch gilt das Verbrauchsdatum. Anders als beim Mindesthaltbarkeitsdatum dürfen die Produkte nach Ablauf des Verbrauchsdatums nicht mehr verzehrt werden. Zwar ändert verdorbenes Fleisch meist Farbe, Konsistenz und Geruch, doch nicht jeder Verderb ist erkennbar – zum Beispiel Schimmelpilze oder krankmachende Bakterien. Solange die Kühlkette eingehalten und das Verbrauchsdatum nicht überschritten wurde, ist man in der Regel auf der sicheren Seite.

Tipps: Fleisch richtig zubereiten

Damit sich Mikroorganismen nicht ausbreiten und die Gesundheit gefährden, ist es wichtig, beim Zubereiten auf die Hygiene zu achten:
  • Tipp 1: Rohes Fleisch sollte nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen – besonders nicht mit solchen, die nicht erhitzt werden, wie Salate oder Saucen.
  • Tipp 2: Waschen Sie Ihre Hände, nachdem Sie Fleisch angefasst haben.
  • Tipp 3: Waschen Sie das Fleisch nicht ab. Durch das Spritzwasser können die Keime auf andere Gegenstände in der Küche übertragen werden.
  • Tipp 4: Reinigen Sie alles, was mit rohem Fleisch in Berührung gekommen ist, gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel.
  • Tipp 5: Benutzen Sie immer unterschiedliche Grillzangen und Teller für rohes und gegrilltes Fleisch.
  • Tipp 6: Bereiten Sie das Fleisch so zu, dass im Inneren eine Temperatur von 70 Grad Celsius erreicht wird. Hitzeempfindliche Mikroorganismen werden so abgetötet.

Grillen in der Alu-Schale

Beim Grillen in einer Aluminiumschale oder auf Alufolie kann das Fett nicht in die Glut tropfen. Allerdings kann die Säure aus der Marinade und dem Salz die Alufolie angreifen und Aluminiumionen herauslösen, die dann ins Grillgut gelangen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, dass saure oder salzhaltige Lebensmittel nicht mit Aluminium in Kontakt kommen sollen. Wenn Sie dennoch beim Grillen Aluminiumschalen verwenden, sollten Sie die Lebensmittel erst am Ende des Garens würzen oder salzen. Aluminiumschalen sollten Sie auch nicht mehrfach verwenden.

Wie lange gegrilltes Fleisch haltbar ist

Sollte Fleisch am Ende des Abends übrigbleiben, müssen die Reste nicht entsorgt werden. Gut durchgegart sind sie noch zwei bis drei Tage im Kühlschrank haltbar und lassen sich auf belegten Brötchen oder für einen Salat wiederverwerten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.07.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der Initiative „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 18.06.2019: Mit Genuss durch die Grillsaison
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung