Hygiene im Kühlschrank: Kühlschrankkeime reduzieren

Gesundheitsschädliche Keime gelangen schnell in den Kühlschrank. Wie Sie diese Mikroorganismen beseitigen und fünf Tipps, wie Ihre Lebensmittel länger frisch bleiben.

Geöffneter Kühlschrank © iStock
(Bonn – 19.11.2018) Schmutzige Verpackungen, loses Obst und Gemüse, alte Putzlappen – Keime gelangen auf vielen Wegen in den Kühlschrank. Dort vermehren sie sich so gut, dass sich neben Getränken und Speisen teilweise mehr gesundheitsschädliche Mikroorganismen befinden als auf Türklinken oder Toiletten.

Einmal im Monat: Putztag

Durch den kontinuierlichen Luftaustausch verteilen sich vorhandene Keime nach und nach im gesamten Kühlschrank. Dagegen hilft nur regelmäßiges Putzen – im Schnitt alle vier Wochen. Kühl-Gefrier-Kombinationen und Modelle ohne Abtauautomatik sollten zudem einmal pro Jahr abgetaut werden. Denn vereiste Fächer und Wände verringern nicht nur die Kühlleistung des Geräts, sie steigern auch den Stromverbrauch.

So reinigen Sie Ihren Kühlschrank richtig

Für einen hygienischen Kühlschrank braucht es weder aggressive Reiniger noch Desinfektionsmittel. Um Schmutz, Fett und über 90 Prozent der Oberflächenkeime zu entfernen, reichen ein frischer Putzlappen und warmes Wasser mit einem Spritzer mildem Allzweckreiniger, Essig oder Spülmittel. Unangenehme Gerüche lassen sich mit Zitronenwasser neutralisieren. Auch die Gummidichtung der Kühlschranktür sollte regelmäßig geputzt werden. Länger haltbar bleibt der Gummi, wenn Sie ihn nach dem Putzen mit etwas Babypuder einreiben. Essigreiniger hingegen kann das Material schädigen.

Jedes Lebensmittel an seinen Platz

Nach dem Putzen sollte der Kühlschrank mit einem frischen Geschirrtuch trocken gewischt und erst dann wieder befüllt werden. Beachten Sie beim Einräumen die Temperaturzonen und die spezifischen Anforderungen der Lebensmittel. Leicht Verderbliches wie Fisch oder Fleisch und angebrochene Packungen lagern am besten direkt über dem Gemüsefach – hier ist es am kühlsten. Kälteempfindliche Südfrüchte wie Bananen und Mangos oder wasserhaltige Gemüsesorten wie Tomaten und Gurken gehören hingegen gar nicht in den Kühlschrank.

Fünf Tipps: So bleiben Lebensmittel länger frisch

Fünf Tipps, damit der Kühlschrank auch nach der Reinigung lange sauber und die Lebensmittel frisch bleiben:

Tipp 1: Den Kühlschrank so selten und so kurz wie möglich öffnen, damit keine Kälte verloren geht.

Tipp 2: Überfüllen Sie die Fächer nicht, sonst kann die kalte Luft nicht mehr richtig zirkulieren. Bei einem sehr vollen Kühlschrank sollten Sie die Temperatur entsprechend nach unten regeln. Die ideale Temperatur liegt zwischen fünf und sieben Grad.

Tipp 3: Gleiche und ähnliche Waren immer an derselben Stelle und dicht beieinander lagern. Das schafft einen besseren Überblick. Außerdem sollten Sie ältere Lebensmittel zuerst verwenden.

Tipp 4: Offene Verpackungen und angebrochene Lebensmittel sollten Sie abdecken beziehungsweise in Frischhaltedosen umfüllen und möglichst schnell verbrauchen.

Tipp 5:
Faulige Lebensmittel sofort entfernen und Verschüttetes aufwischen. Bakterien und Schimmel breiten sich so gar nicht erst aus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.11.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom: 12.11.18
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