Hygiene bei Salaten

Salate, Kräuter und Co. sind in der Küche beliebt, können aber mit Bakterien belastet sein. Hygienetipps, wie Sie das Infektionsrisiko minimieren.

Salat mit Hähnchen © iStock
(Berlin – 26.07.2017) In Deutschland werden zunehmend Blatt- und Grasprodukte wie Salate und Kräuter verzehrt. Diese können jedoch mit verschiedenen Krankheitserregern belastet sein. „Salate, Blattgemüse, Kräuter, Tees und grüne Smoothies werden von den meisten Menschen als rundum gesunde Nahrungsmittel wahrgenommen“, sagt der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel. „Umso wichtiger ist es, darauf hinzuweisen, dass auch bei diesen Lebensmitteln Hygienemaßnahmen notwendig sind. Unabhängig davon ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse tatsächlich die beste Ernährungsstrategie.“

So können Sie das Risiko reduzieren

Bakterielle Krankheitserreger, die in Gras- und Blattprodukten vorkommen können, sind unter anderem Salmonellen, Campylobacter, Yersinien, Listerien und EHEC. Bisher gibt es in Deutschland zwar nur wenige belegte Fälle bakterieller Lebensmittelinfektionen durch den Verzehr von Salaten, Kräutern und Co. Dennoch gibt das BfR allgemeine Empfehlungen zur Risikominimierung: 
  • Waschen Sie frische Blattprodukte vor dem Rohverzehr gründlich und verbrauchen Sie sie möglichst schnell. Lagern Sie zerkleinerte frische Blattprodukte bis zum Verzehr möglichst bei maximal sieben Grad Celsius und verbrauchen Sie sie schnell.
  • Auch frisch hergestellte grüne Smoothies sollten Sie bis zum Verzehr möglichst bei maximal sieben Grad Celsius lagern und am selben Tag verbrauchen, an dem sie hergestellt wurden. Durch eine starke Säuerung der Smoothies – beispielsweise durch Verarbeitung von Zitrusfrüchten oder Zugabe von Zitronensaft – lässt sich die Vermehrung der Bakterien verlangsamen beziehungsweise ganz verhindern.
  • Gießen Sie Kräutertees mit sprudelnd kochendem Wasser auf.
  • Schwangere und Menschen, deren Abwehrkräfte durch hohes Alter, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme geschwächt sind, sollten auf den Verzehr von vorgeschnittenen und verpackten Salaten vorsichtshalber besser verzichten und stattdessen Salate aus frischen und gründlich gewaschenen Zutaten kurz vor dem Verzehr selbst zubereiten. Nahrungsergänzungsmittel aus getrockneten Blatt- und Grasprodukten sollten diese Personen nur nach ärztlicher Rücksprache zu sich nehmen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.07.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): Lebensmittel aus Blättern und Gräsern können Krankheitserreger enthalten
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung