Saisonales Obst und Gemüse

Jetzt ist wieder Saison für Spargel und anderes heimisches Obst und Gemüse. Wie Sie es richtig verarbeiten und lagern, damit es frisch bleibt.

Spargel © iStock
(Bonn – 12.05.2017) Endlich gibt es wieder Obst und Gemüse frisch vom Feld: Spargel, Kopfsalat, Radieschen, Rhabarber und bald auch die ersten Erdbeeren. Wie Sie die Lebensmittel am besten lagern und verarbeiten.

Vorsichtig transportieren und richtig lagern

Angeschlagenes Obst und Gemüse kann leicht anfangen zu faulen oder zu schimmeln – und dabei andere Lebensmittel „anstecken“. Schneiden Sie Druckstellen am besten direkt nach dem Einkauf weg, decken Sie die Schnittstelle mit Folie ab und essen Sie das Obst oder Gemüse bald. Erdbeeren mit dunklen, weichen Stellen sollten Sie allerdings nicht mehr essen, denn sie können von krankheitserregenden Mikroorganismen befallen sein. Schutz vor Druckstellen bietet eine flache Box, in der die Erdbeeren locker nebeneinander liegen können. So verpackt halten sie im Gemüsefach bis zu zwei Tage lang. Was Sie nicht rechtzeitig aufessen können, können Sie mit Gelierzucker zu einer kaltgerührten Marmelade pürieren. Diese sollten Sie jedoch schnell verbrauchen – sie hält sich etwa 14 Tage im Kühlschrank.

Für längere Frische die Blätter entfernen

Radieschen bleiben länger knackig, wenn man die Blätter abschneidet. Sie entziehen sonst dem Wurzelgemüse Feuchtigkeit und lassen es schneller schrumpeln. Die Blätter müssen nicht in den Abfall: Sie schmecken gut als Pesto oder im Salat.

So werden Salat und Radieschen wieder knackig

Kopfsalat, Spargel, Radieschen und Rhabarber trocknen im Kühlschrank schnell aus und werden welk oder schrumpelig. Das können Sie verhindern, indem Sie das Gemüse mit einem feuchten Tuch abdecken. Grünen Spargel können Sie auch in ein Glas mit Wasser stellen. Wenn Sie Gemüse in seiner Plastikpackung lassen, sollten Sie darauf achten, dass sie nicht fest verschweißt ist. Sonst schließt sie Feuchtigkeit ein, wodurch sich Mikroorganismen bilden, die das Gemüse schnell verderben lassen. Im Gemüsefach des Kühlschranks richtig gelagert, halten Salate einige Tage, Spargel und Radieschen zwei bis drei Tage und Rhabarberstangen bis zu einer Woche. Nicht mehr ganz frische Salatblätter und Radieschen können Sie einfach gewaschen mindestens fünf Minuten lang in Wasser legen, bis sie sich mit Feuchtigkeit vollgesogen haben und wieder knackig sind. Danach sollten Sie sie sofort verwenden.

Schälen oder nicht?

Aus Spargelschalen und -enden sowie dem Spargelkochwasser können Sie eine würzige Spargelsuppe kochen. Anders als weißen Spargel müssen die meisten Rhabarbersorten aus Supermarkt und Gemüseladen vor dem Kochen nicht mehr geschält werden. Sie sind oft so zart, dass es reicht, die Fasern im unteren Drittel der Stangen abzuziehen. Die Blätter sollten Sie jedoch entfernen, da sie stark oxalsäurehaltig und ungenießbar sind. Oxalsäure bildet in Verbindung mit Kalzium unlösliche Kristalle, sodass der Körper das Kalzium nicht mehr nutzen kann. Auch im Rhabarber ist Oxalsäure enthalten, sorgen brauchen Sie sich deshalb aber nicht: Der Oxalsäuregehalt ist unbedenklich, wenn Rhabarber in üblichen Mengen verzehrt wird.

Spargel, Erdbeeren und Rhabarber richtig einfrieren

Wer zu viel eingekauft oder geerntet hat, kann Saisongemüse und -obst einfrieren und so länger haltbar machen: Spargel sollte roh in die Tiefkühltruhe, da er sonst an Aroma verliert. Geschält und mit entfernten Enden kann er luftdicht eingepackt sechs bis acht Monate lang bei -18 Grad Celsius gelagert werden. Auch Rhabarber sollten Sie roh einfrieren – geschält und in Stücke geschnitten hält er sich so bis zu einem Jahr lang. Erdbeeren lassen sich bis zu zehn Monate tiefkühlen, werden beim Auftauen aber matschig. Wer mag, püriert sie einfach vor dem Einfrieren zu Erdbeerpüree.  

Salat und Radieschen eignen sich hingegen nicht fürs Tiefkühlen: Salat wird matschig und auch Radieschen verändern ihre Konsistenz. Von diesen Lebensmitteln sollten Sie also besser nur die Mengen einkaufen, die Sie auch essen können.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.05.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Initiative „Zu gut für die Tonne!“: Spargel, Rhabarber, Salat – Saisonales restlos genießen
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