Tipps rund ums Osterei

Am Osterwochenende kommen bei vielen wieder jede Menge Eier auf den Tisch. Von Lagerung bis Frischetest: Wir haben Tipps rund ums Osterei für Sie.

Ostereier © Thinkstock
(Bonn – 23.03.2016) Ob bunt angemalt und hart gekocht oder gebacken im Hefezopf: Eier gehören zu den beliebtesten Speisen während der Osterfeiertage. Allerdings sind sie auch ein hochsensibles Lebensmittel: Hier erfahren Sie, wie Ostereier möglichst lange genießbar bleiben.

So bleiben Eier möglichst lange haltbar

Wie der Name schon sagt, ist das Eierfach in der Kühlschranktür der ideale Aufbewahrungsort für dieses Lebensmittel. Wichtig ist, dass Eier gekühlt und getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden. Sie können Gerüche von stark riechenden Lebensmitteln wie Zwiebeln annehmen, weil die Eischale luftdurchlässig ist. Länger halten Eier, wenn sie mit dem spitzeren Ende nach unten aufbewahrt werden. Dann befinden sich der Dotter in der Mitte und die Luftkammer oben. Lagert das Ei andersherum, steigt die Luftblase mit der Zeit nach oben. Dann kann es passieren, dass sich die Eihaut ablöst und Keime eindringen. Man sollte ein Ei vor der Lagerung übrigens nicht waschen. Das könnte die natürliche Schutzschicht der Schale zerstören.

Ausgepustete Eimasse richtig aufbewahren

Wer beim Basteln für den Osterstrauch Eier auspustet, muss Eiweiß und Eigelb nicht wegwerfen. Sie lassen sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank in einer abgedeckten Schüssel aufbewahren. Alternativ können Sie es auch bei -18 Grad Celsius tiefkühlen: Geben Sie hierfür etwas Salz oder Zucker zum Ei – so hält es ohne Schale sechs bis zehn Monate. Eiweiß pur können Sie auch ohne Zucker oder Salz einfrieren und bis zu einem Jahr lang im Gefrierschrank lagern.

Haltbarkeit beachten

Das Mindesthaltbarkeitsdatum endet bei Eiern 28 Tage nach dem Legedatum. Danach sollten Sie die Eier nur noch zum Kochen oder Backen verwendet, also bei über 70 Grad Celsius erhitzen.

Ist das Ei noch frisch?

Ob rohe Eier frisch sind, lässt sich mithilfe verschiedener Tests ganz leicht herausfinden:
  • Der Schwimmtest: Legen Sie das rohe Ei in ein Glas mit kaltem Wasser. Ist es frisch, bleibt es am Boden liegen. Ein älteres Ei richtet sich auf oder schwimmt oben. Denn aus Eiern verdunstet mit der Zeit Flüssigkeit durch die Schale – und es bleibt zunehmend Luft im Inneren zurück.
  • Der Dottertest: Schlagen Sie das Ei auf. Bei einem frischen Ei sind Dotter und umschließendes Eiweiß hochgewölbt. Bei einem älteren Ei ist das Eiklar dünnflüssig und fließt breit auseinander. Der Dotter sieht flacher aus.
  • Wer zweifelt, ob man ein Ei noch essen kann, macht den Sinnestest: Kochen Sie das Ei dazu hart oder braten Sie es durch, sodass der Dotter gerinnt. Dadurch werden mögliche Keime wie Salmonellen abgetötet. Testen Sie anschließend mit Augen, Nase und Geschmackssinn – denn was gut aussieht, riecht und schmeckt, ist meist auch noch gut.

Mythen rund um die Zubereitung

Wird ein Ei vor dem Kochen angepikt, schützt das nicht vor dem Platzen. Besser ist es, einfach Salz oder Essig ins Wasser zu geben. Beides bewirkt, dass das Eiweiß an der geplatzten Stelle sofort gerinnt und so die Bruchstelle verschließt. Das Abschrecken sollten Sie bei hart gekochten Eiern übrigens lieber bleiben lassen: Es vermindert die Haltbarkeit und macht das Pellen nicht einfacher. Ob sich ein Ei leicht schälen lässt, hängt vom Alter ab: Je frischer das Ei, desto schlechter geht die Schale ab. Ältere, hart gekochte Eier sind damit perfekt fürs Osternest. Abschrecken sollten Sie nur weich gekochte Eier, die sofort gegessen werden. Das kalte Wasserbad stoppt den Garvorgang.

Grüner Rand gleich schlechtes Ei?

Ostereier mit grünlichem Rand um den Dotter müssen nicht in den Abfall wandern. Sie können unbesorgt gegessen werden. Der Rand bildet sich durch eine Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß, wenn Eier über zehn Minuten kochen. An der Qualität des Eis ändert sich dadurch nichts.

So lange halten Speisen mit rohem Ei

Speisen mit rohen Eiern wie Tiramisu oder Zabaione sollten Sie nur essen, wenn sie ganz frisch sind – sonst droht eine Salmonelleninfektion. Wichtig ist, solche Gerichte immer gut gekühlt zu lagern und innerhalb eines Tages zu verzehren. Eier mit einem Riss in der Schale sollte man übrigens nie roh, sondern nur gut durcherhitzt essen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.03.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Initiative „Zu gut für die Tonne!“: Tipps rund ums (Oster-)Ei – von Aufbewahrung bis Resteverwertung
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