Richtig einfrieren

Die Haltbarkeit vieler Lebensmittel lässt sich im Tiefkühlgerät auf mehrere Monate verlängern. Tipps, wie Sie Lebensmittel richtig einfrieren.

Gefrorene Beeren © Thinkstock
(Bonn – 26.10.2015) Wenn der Zwetschgenbaum oder die Bohnen eine große Ernte liefern, vom Braten die Hälfte übrig bleibt oder der Supermarkt mit günstigen Lebensmitteln lockt, kommt das Tiefkühlgerät zum Einsatz. Bei mindestens minus 18 °C lässt sich die Haltbarkeit von vielen frischen Lebensmitteln und fertigen Speisen auf mehrere Monate verlängern, ohne dass Geschmack oder Inhaltsstoffe in Mitleidenschaft gezogen werden. Nur für einzelne Lebensmittel – zum Beispiel Blattsalate, rohe Kartoffeln und gesäuerte Milchprodukte – ist diese Methode der Vorratshaltung nicht geeignet. Wie Sie Lebensmittel richtig einfrieren.

Tipp 1: Gemüse vorher blanchieren

Frisches Obst oder Gemüse sollten Sie vor dem Einfrieren sorgfältig waschen und putzen. Darüber hinaus müssen die meisten Gemüse blanchiert, das heißt kurz in kochend heißes Wasser getaucht werden, um vor allem lebensmitteleigene Enzyme zu inaktivieren, die ansonsten beim Gefrierlagern Farb- und Inhaltstoffe abbauen würden. Obst dagegen können Sie in der Regel unblanchiert einfrieren.

Tipp 2: Die richtige Verpackung wählen

Nur in einer luftdichten Verpackung ist das Gefriergut gut gegen Qualitätseinbußen wie Gefrierbrand geschützt. Für alle festen Lebensmittel bieten sich gefriergeeignete Behälter oder Gefrierbeutel aus Polyethylen an. Besonders große Lebensmittel, die keine Säure enthalten – zum Beispiel trockener Kuchen, Butter und Käse – können Sie in extra starke Aluminiumfolie wickeln. Suppen, fertige Speisen, Obstkuchen und Torten werden am besten in dicht schließenden Kunststoffbehältern eingefroren.

Tipp 3: Lebensmittel in gut portionierbaren Mengen einfrieren

„Es ist ratsam, bereits beim Einfrieren an das Wiederauftauen zu denken und Lebensmittel in gut portionierbaren Mengen einzufrieren", sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Ein zu großer hart gefrorener Klumpen Gemüse lässt sich nicht gut in zwei kleinere Portionen teilen. Mehrere kleine Portionen dagegen kann man bei Bedarf problemlos auftauen und zubereiten.

Tipp 4: Das Gefriergut beschriften

Die maximale Lagerzeit im Gefriergerät beträgt für die meisten Lebensmittel je nach Fettgehalt und Beschaffenheit zwischen einem Monat (zum Beispiel rohe Teige und geräucherter Fisch) und ein bis zwei Jahren (zum Beispiel viele Obst- und Gemüsearten). Industriell hergestellte Tiefkühlprodukte sind entsprechend gekennzeichnet. Beim Verpacken des Gefrierguts nicht vergessen, die Lebensmittel mit Inhaltsangabe, Menge und dem Einfrierdatum zu beschriften. Zur besseren Übersicht sollten die Lebensmittel gruppenweise einsortiert werden – zum Beispiel Gemüse und Obst in einer Schublade, Fertiggerichte und Backwaren in einer anderen.

Tipp 5: Eine Bestandsliste führen

Eine Bestandsliste mit allen eingelagerten Lebensmitteln sorgt dafür, dass man genau weiß, welcher Vorrat sich im Gerät befindet, ohne es öffnen zu müssen. Das spart Energie. Ist in der Liste die Anzahl der Portionen mit Strichen angegeben, lässt sich der Bestand beim Herausnehmen durch Abstreichen ganz einfach korrigieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.10.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. (Ute Gomm und Eva Neumann): Perfekt für die große Ernte: Vorratshaltung im Gefriergerät
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