Gesunder Saft

Trauben-Heidelbeersaft ist lecker – und gesund. In einer Studie konnte gezeigt werden: Er beeinflusst auch den Fettstoffwechsel positiv.

Saft © Thinkstock
(Karlsruhe – 08.08.2013) Kann Trauben-Heidelbeersaft Risikofaktoren für Krankheiten beeinflussen, die durch Übergewicht entstehen – wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes Typ 2? Dieser Frage gingen nun Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts nach.

Eine obst- und gemüsereiche Ernährung reduziert das Risiko für Krankheiten, die mit Übergewicht in Zusammenhang stehen. Die aktuelle Datenlage deutet darauf hin, dass für die gesundheitsfördernde Wirkung von Obst und Gemüse unter anderem sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe verantwortlich sind. Dieser Begriff ist eine Sammelbezeichnung für Substanzen mit sehr unterschiedlichen chemischen Strukturen, die im Sekundärstoffwechsel von Pflanzen entstehen. Zu diesen Stoffen zählen auch die Anthocyane, eine Gruppe wasserlöslicher Farbstoffe, die beispielsweise für die Farbe von roten Trauben, Heidelbeeren oder auch Johannisbeeren verantwortlich sind.

Positiver Einfluss auf den Fettstoffwechsel

Im Rahmen eines BMBF-Verbundprojekts untersuchte das Max Rubner-Institut zusammen mit Kooperationspartnern aus Geisenheim, Gießen und Dortmund die gesundheitsfördernde Wirkung von Anthocyanen. Während einer zehnwöchigen Fütterungsstudie bekamen Ratten einen anthocyanreichen Trauben-Heidelbeersaft oder einen Trauben-Heidelbeersaft ohne Anthocyane zu trinken.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der anthocyanreiche Saft den Fettstoffwechsel der Tiere positiv beeinflusste. So hatten die Tiere der Anthocyangruppe niedrigere Cholesterinspiegel und wiesen ein verändertes Fettsäurenspektrum im Plasma auf. Besonders erfreulich war, dass der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren anstieg und dafür der Anteil an gesättigten Fettsäuren abnahm. Diese Beobachtung ist deshalb interessant, weil für mehrfach ungesättigte Fettsäuren eine gesundheitsfördernde Wirkung beschrieben ist. Des Weiteren waren die Serumspiegel bestimmter Botenstoffe, die bei Übergewicht vermehrt produziert werden und die an der Entstehung von Krankheiten beteiligt sein sollen, gesenkt.

Zusammengenommen deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass anthocyanreiche Lebensmittel möglicherweise das Potenzial haben, das Risiko für Krankheiten wie Typ 2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.08.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: Max Rubner-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel
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