Ohne Kaffee Kopfweh

Kaffee macht wach, aber auch abhängig. Wer seine gewohnte Koffeinmenge nicht bekommt, reagiert oft mit Kopfschmerzen. Woran das liegt.

Kaffee © Thinkstock
(Saarbrücken – 27.03.2013) Morgens ein großer Becher, zwischendurch ein Tässchen zum Wachbleiben: Die meisten Deutschen können sich ein Leben ohne Kaffee nicht vorstellen. Bei rund 150 Litern liegt nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr. Das entspricht einer täglichen Koffeinmenge von 300 bis 600 Milligramm.

Doch wehe, wenn diese tägliche Dosis mal nicht konsumiert wird: Dann können Kopfschmerzen, Müdigkeit und ein dumpfes Druckgefühl hinter der Stirn entstehen. Michaela Baensch, Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken, erklärt das Phänomen: „Der Körper hat sich an die regelmäßige Koffeinzufuhr gewöhnt und kann mit leichten Entzugserscheinungen reagieren.“

Koffein verengt Gefäße

Koffein sorgt im Körper hauptsächlich für die Freisetzung von Adrenalin und erzielt dadurch eine anregende Wirkung. Es erhöht die Kontraktionskraft des Herzens bei Steigerung der Herzfrequenz. Auch die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessern sich, der Kaffeetrinker wird wacher, kann sich besser konzentrieren und schneller reagieren. „Durch seine gefäßverengende Wirkung im Gehirn, kann Koffein auch zur Linderung von Kopfschmerzen eingesetzt werden“, sagt Baensch.

Wird die gewohnte Menge Koffein plötzlich abgesetzt, könne es bei manchen Personen zum sogenannten „Koffeinentzugssyndrom“ kommen. „Zum Beispiel treten Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und Müdigkeit auf“, so die Expertin.

Konsum schrittweise senken

Wer seinen Koffeinkonsum einschränken möchte, sollte das deshalb möglichst in kleinen Teilschritten tun. Michaela Baensch empfiehlt, zum Beispiel jeden Tag eine Tasse Kaffee weniger zu trinken.

Wer keinen Kaffee mehr trinken, aber auf die Wirkung des Koffeins nicht verzichten möchte, der kann auf andere koffeinhaltige Lebensmittel umstellen. 125 Milligramm schwarzer Tee kommen beispielsweise auf 20 bis 50 Milligramm Koffein. In 100 Gramm Bitterschokolade sind 90 Milligramm Koffein enthalten. Beachten Sie jedoch: Mehr als 500 bis 600 Milligramm Koffein am Tag sollten Sie nicht zu sich nehmen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.03.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: dapd
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