Träger Darm

Fertigprodukte machen die Verdauung träge und können zu Verstopfung führen. Wie bringt man den Darm am besten wieder auf Trab?

(Wiesbaden – 02.11.2011) Morgens Brötchen mit Wurst, mittags beim Arbeiten schnell zwischendurch Fertigprodukte und abends die Tiefkühlpizza aus dem Ofen: Das sind Ernährungsgewohnheiten, die so manchem vielleicht nicht ganz unbekannt sind. Doch gerade in höherem Alter entstehen bei dieser Lebensweise häufig Verdauungsprobleme, sagt Ulrich Fölsch von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). „Besonders Fertigprodukte fördern Verstopfung und harten Stuhl.“

Das Prinzip sei denkbar einfach, sagt der Experte: „Je stärker Lebensmittel verarbeitet, prozessiert und aufbereitet sind, desto weniger muss das körpereigene Verdauungssystem leisten.“ Das trifft in vielen Fällen auf Fertigprodukte zu. Die Nahrungsmittel landen so im Verdauungstrakt, dass Magen und Darm nur noch wenig tun müssen. „Der Darm […] droht im Laufe der Jahre immer träger zu werden“, erklärt Fölsch. Die Folge ist oft Verstopfung.

Den Darm wieder trainieren

Abhilfe schafft ein gezieltes Trainingsprogramm für den trägen Verdauungsapparat. „Man muss dem Darm wieder etwas zu tun geben“, sagt Gastroenterologe Fölsch. Für einen lockeren Stuhlgang sorgen vor allem natürliche Produkte, die möglichst wenig industriell weiterverarbeitet sind. Ballaststoffe aus Obst und Gemüse sollten zu einem wichtigen Bestandteil der täglichen Ernährung werden. Gut für Magen und Darm sind auch Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte oder Nüsse.

Um die Verdauung auf Trab zu bringen, kann am Anfang auch etwas nachgeholfen werden, zum Beispiel mit einem Esslöffel Leinsamen pro Tag oder zwei bis drei Backpflaumen. „Ich rate dringend davon ab, ohne ärztliche Verschreibung zu Abführmitteln zu greifen“, sagt Ulrich Fölsch. Denn dauerhaft eingenommen, können entsprechende Medikamente die Verstopfung sogar noch verschlimmern. Generell ist es wichtig, viel zu trinken. „Mindestens 1,5 Liter sollten es pro Tag sein“, erklärt Fölsch.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.11.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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