Schädliches Histamin
Die Ursache für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zu finden, ist oft schwierig. In bestimmten Fällen kann Histamin der Auslöser sein.
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(Rödermark – 09.08.2011) Ein aufgeblähter Bauch nach einem Stück Pizza, Kopfschmerzen nach einem Glas Apfelsaft, geschwollene Augenlider nach einem Stück Camembert oder ein Asthmaanfall nach einer Pilzpfanne – all das können Anzeichen einer Histamin-Unverträglichkeit sein. „Histamin ist ein sogenanntes biogenes Amin, dass beim Abbau der Aminosäure Histidin entsteht“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Ingrid Acker aus Rödermark. Histamin ist bei zahlreichen Stoffwechselprozessen des Immun- und Nervensystems beteiligt.
Thunfisch, Hefespeisen oder Essiggurken
„Manche Menschen können das Histamin nicht schnell genug abbauen. Es kommt zu einer hohen Histamin-Konzentration und das kann zu unangenehmen bis ernsten Beschwerden führen“, sagt Ingrid Acker. Die Empfindlichkeit sei aber individuell sehr verschieden. Treten die Beschwerden beispielsweise nach dem Verzehr von Thunfisch, Hefespeisen, Essiggurken oder bestimmten Obstsorten auf, kann das ein Hinweis auf eine Histamin-Unverträglichkeit sein. Hilfreich für die Diagnose durch einen Arzt ist ein Ess- und Beschwerdetagebuch, das der Patient führt.
Histamin-Unverträglichkeit: was nun?
Die Krankenkassen erstatten bei einer Histamin-Unverträglichkeit einen Anteil der Kosten für eine entsprechende Ernährungsberatung. „Und eine solche Beratung ist bei einer Histamin-Intoleranz zu empfehlen“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Acker. „Es kann sehr mühselig sein, sich bei dieser Diagnose ausgewogen zu ernähren, weil unter Umständen auf viele Lebensmittel verzichtet werden muss.“ Ohne eine engmaschige Betreuung durch einen Arzt und eine Beratung könne es durchaus schnell zu unerwünschtem Gewichtsverlust und Mangelernährung kommen.




