Ausbruch verhindern

Wer sich richtig ernährt, viel bewegt und Übergewicht reduziert, kann bei erhöhtem Blutzucker den Ausbruch von Diabetes verhindern oder verzögern.

Mann isst Salat © Thinkstock
(Wiesbaden – 24.09.2014) Patienten mit erhöhten Blutzuckerwerten können den Ausbruch eines Diabetes mellitus Typ 2 durch mehr Bewegung, die richtige Ernährung und den Abbau von Übergewicht verhindern. Darauf weisen die Internisten des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) hin. „Wer erhöhte Blutzuckerwerte aufweist, kann den Ausbruch von Typ-2-Diabetes hinauszögern oder sogar verhindern, wenn er sich mehr bewegt (empfehlenswert sind mindestens zweieinhalb Stunden körperlicher Aktivität pro Woche), Übergewicht nachhaltig abbaut – das heißt um fünf bis sieben Prozent innerhalb von drei Monaten – und sich vernünftig ernährt. Regelmäßige Bewegung und der Abbau von Übergewicht tragen dazu bei, die Insulinempfindlichkeit der Zellen wieder zu erhöhen", erklärt Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI).

Zunehmende Insulinresistenz führt zu Diabetes mellitus Typ 2

Bei Patienten, die einen Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln, werden die Muskel-, Leber- und Fettzellen zunehmend unempfindlich gegen Insulin. Eine solche Insulinresistenz kann sowohl durch vererbbare Faktoren als auch durch Übergewicht, Fettsucht und Bewegungsmangel ausgelöst werden. Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte, da der Zucker (Glukose) nicht mehr ausreichend via Insulin von der Blutbahn in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße, dadurch verschlechtert sich die Durchblutung im gesamten Organismus und das Risiko für Herz-Kreislauf-, Nieren- und Augenerkrankungen sowie Nervenstörungen steigt.

Optimale Einstellung des Blutzuckers ist besonders wichtig

Oberstes Ziel ist eine optimale Einstellung des Blutzuckers. „Damit lassen sich alle Folgeerkrankungen am sichersten verhindern“, so Wesiack. Risikopatienten sollten deshalb ihre Blutzuckerwerte regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen, der daraufhin die erforderlichen Therapiemaßnahmen abstimmen kann. Die Ernährung sollte ballaststoffreich und fettarm sein. „Das heißt: Mindestens 15 Gramm faserhaltige Ballaststoffe pro 1000 Kilokalorien, einen Fettanteil von höchstens 30 Prozent und höchstens zehn Prozent gesättigte Fettsäuren in der täglichen Nahrung“, sagt der Internist.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.09.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands Deutscher Internisten (www.internisten-im-netz.de): Risikopatienten können Ausbruch von Diabetes verhindern
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