Kälte und Lungenkrankheit

Bei Kälte haben Lungenpatienten draußen oft Atembeschwerden. Trotzdem sollten sie regelmäßig an die frische Luft gehen. Tipps, wie Sie Beschwerden vermeiden.

Mann beim Winterspaziergang im Wald © iStock
(Heidenheim – 27.01.2017) Bei niedrigen Temperaturen haben Patienten mit Lungenerkrankungen oft unter zunehmenden Beschwerden zu leiden. Der Grund: Beim Einatmen von kalter Luft ziehen sich die Bronchien zusammen. Diese sind bei Lungenpatienten – zum Beispiel Menschen, die an Asthma oder der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden – aber sowieso schon verengt. Deshalb kann es bei ihnen zu vermehrten Beschwerden wie Husten und Atemnot kommen. Das bedeutet aber nicht, dass Lungenpatienten gezwungen sind, sich bei Kälte ausschließlich drinnen aufzuhalten. „Vielmehr wäre ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft empfehlenswert, um das Immunsystem zu stärken“, sagt Dr. Andreas Hellmann vom Berufsverband der Pneumologen (BdP).

So können Lungenpatienten Atembeschwerden vermeiden

Um Atembeschwerden zu vermeiden – gerade wenn die Luft draußen nicht nur kalt, sondern es auch noch neblig ist – sollten Lungenpatienten zum Beispiel durch einen Schal ein- und ausatmen. „Dadurch wird die Luft vor dem Einatmen etwas angewärmt und angefeuchtet“, erklärt der Experte. „Nebel – und damit die höhere Luftfeuchtigkeit – kann zu einem Problem werden, wenn die Schleimhäute zu viel Wasser aufnehmen. Dann schwellen die Schleimhäute an und verengen dabei wiederum die Bronchien. Dieser Effekt kann durch das Inhalieren einer Kochsalzlösung verhindert werden, da das Salz ein Anschwellen unterbindet.

Asthmatiker sollten außerdem vorsorglich ein bronchienerweiterndes Spray mitnehmen, da gerade der Übergang von gewärmten Räumen in die Kälte das Atmen erschweren kann. Mit einem Hub aus dem Asthmaspray lässt sich dem noch vor dem Verlassen der Wohnung gut vorbeugen“, so Dr. Hellmann. „Zu Hause sollten Lungenpatienten darauf achten, regelmäßig zu lüften, um eine zu trockene Heizungsluft zu vermeiden. Denn die kann zu einer Austrocknung der Atemwegsschleimhaut und damit wiederum zu mehr Hustenreiz, aber auch zu einer verringerten Infektabwehr führen.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.01.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Bundesverbands der Pneumologen (www.lungenaerzte-im-netz.de): Lungenpatienten müssen bei Kälte nicht zu Hause bleiben