Rauchen schadet der Leber

Rauchen ist nicht nur für die Lunge, sondern auch für die Leber schädlich. Vorhandene Lebererkrankungen können sich dadurch verschlimmern.

Frau zündet sich eine Zigarette an © Thinkstock
(Hannover – 31.05.2016) Heute ist Weltnichtrauchertag: In Deutschland raucht etwa jeder vierte Erwachsene. Das Rauchen schadet Lunge, Rachen und Kehlkopf – das ist den meisten Menschen bekannt. Die Deutsche Leberstiftung weist jedoch darauf hin, dass der Tabakkonsum auch die Leber schädigt und vorhandene Lebererkrankungen verschlimmern kann. So steigt bei vorhandenen Lebererkrankungen etwa das Risiko für schwerwiegende Folgen wie Leberzellkrebs.

Leberentzündungen bleiben oft lange unbemerkt

Die Leber ist die Entgiftungszentrale des Körpers und filtert Schadstoffe aus dem Blut. Auch das Nikotin, das durch den Tabakkonsum in den Körper gelangt, wird über die Leber abgebaut und belastet so dieses lebenswichtige Organ. Besteht bereits eine Lebererkrankung, zum Beispiel eine chronische Infektion mit einem Hepatitis-Virus, erhöht Rauchen das Risiko für die Bildung einer Leberzirrhose und in der Folge eines Leberzellkrebses. Da chronische Entzündungen der Leber oft ohne Symptome verlaufen und daher lange Zeit unbemerkt bleiben, kann das Rauchen über Jahre diese Krankheit unbemerkt verschlimmern.

Auch bei einer Fettleber ist Rauchen gefährlich

Rauchen ist auch als bedeutender Risikofaktor für ein Fortschreiten der Lebererkrankung bei Patienten mit einer Fettleber identifiziert worden. Menschen, die länger als zehn Jahre mindestens eine Schachtel Zigaretten pro Tag geraucht haben, weisen eine höhere Wahrscheinlichkeit auf, eine fortgeschrittene Lebervernarbung („Fibrose“) oder gar eine Leberzirrhose zu entwickeln. In Deutschland leiden mehr als zehn Millionen Menschen an einer Fettleber.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.05.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Leberstiftung: Deutsche Leberstiftung zum Weltnichtrauchertag: Rauchen schadet auch der Leber
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