Hunde gegen Asthma

Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden: Hunde als Haustiere können das Asthmarisiko von Kindern geringfügig senken.

Kleines Mädchen mit Hund © Thinkstock
(Heidenheim – 15.12.2015) Während man früher dachte, Haustierhaltung sei für heranwachsende Kinder schädlich und würde ihre Neigung zu Allergien und Asthma fördern, gibt es jetzt Hinweise darauf, dass Haustiere – in diesem Fall Hunde – das Asthmarisiko sogar senken können. Eine aktuelle Studie aus Schweden kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder, die während ihres ersten Lebensjahres mit einem Hund aufwachsen, im Schulalter ein um 13 Prozent geringeres Risiko als Kinder ohne Hund haben, an Asthma zu erkranken. „13 Prozent sind allerdings vernachlässigbar wenig und reichen nicht dazu aus, nun eine generelle Empfehlung auszusprechen, sich zur Vorbeugung von Allergien bei Kindern einen Hund anzuschaffen“, sagt Dr. Andreas Hellmann vom Bundesverband der Pneumologen (BdP).

Studie liefert weitere Bestätigung für die Hygienehypothese

Die Ergebnisse der Studie, an der über eine Million Kinder teilgenommen haben, die zwischen 2001 und 2010 in Schweden geboren wurden, sind jedoch eine weitere Bestätigung für die schon länger existierende Hygienehypothese. Diese besagt, dass ein Mangel an Umweltkeimen aufgrund übertriebener Hygiene die normale Reifung des Immunsystems bei Kindern stören kann, sodass diese später häufiger allergische Immunreaktionen gegenüber eigentlich harmlosen Fremdstoffen entwickeln. So haben die Forscher auch in der aktuellen Studie festgestellt, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, ein erheblich geringeres Asthmarisiko haben – in diesem Fall war es im Kindergartenalter um 31 Prozent geringer und im Schulalter sogar um 52 Prozent.

Effekt bei Hunden als Haustiere geringer

„Dieser sogenannte Bauernhofeffekt ist schon länger bekannt und wird damit erklärt, dass Kinder, die auf einem Bauernhof leben, regelmäßig mit einer größeren Anzahl und Vielfalt an Mikroorganismen und Endotoxinen in Berührung kommen als Stadtkinder“, erklärt Dr. Helllmann. „Zwar kann auch das Zusammenleben mit einem Hund das Artenspektrum an Mikroben, denen ein Kind täglich ausgesetzt ist, im Vergleich zu einem Haushalt ohne Hund offenbar etwas erhöhen, sodass das Allergie- und Asthmarisiko der betroffenen Kinder etwas sinkt. Dieser Effekt ist allerdings weitaus weniger ausgeprägt als bei Kindern, die auf einem Hof mit Viehhaltung aufwachsen. Darüber hinaus sind Hunde als Haustiere grundsätzlich ausgenommen für Kinder, die bereits eine Allergie aufweisen – insbesondere natürlich, wenn sie auf Hundehaare allergisch reagieren“, so der Experte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.12.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Pneumologen (www.lungenaerzte-im-netz.de): Asthma-Risiko von Kindern wird durch Hund als Haustier geringfügig gesenkt.
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