COPD: auf Ernährung achten

COPD-Patienten sollten besonders gut auf eine gesunde Ernährung achten. Denn oft leiden Betroffene unter Mangel- oder Fehlernährung.

Salat © Thinkstock
(Augsburg – 18.12.2013) Mangel- beziehungsweise Fehlernährung tritt bei etwa 20 bis 60 Prozent aller Patienten mit der Lungenerkrankung COPD (chronisch-obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem) auf. Auch wer normalgewichtig ist, kann darunter leiden. „COPD-Patienten benötigen Lebensmittel, die reich an Nährstoffen und Energieträgern sind“, betont Dr. Andreas Hellmann, Vorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen (BdP).

„Aufgrund der krankheitsbedingten Verengung ihrer Atemwege müssen COPD-Patienten gegen erhöhten Widerstand atmen und benötigen daher zum Atmen etwa das Zehnfache an Energie im Vergleich zu Menschen ohne COPD. Mangelernährung setzt außerdem die Abwehrkraft der Lunge herab: Die Fresszellen in den Lungenbläschen – sogenannte Alveolarmakrophagen, die normalerweise eingedrungene Fremdstoffe verdauen – sind dann weniger aktiv, wie Untersuchungen gezeigt haben. Aus diesen Gründen ist es für die Betroffenen wichtig, stärker auf eine gesunde Ernährung zu achten“, so der Experte.

Welche Nahrungsmittel sind geeignet, welche nicht?

Empfehlenswert sind zum Beispiel Gerichte aus der Mittelmeerküche, da sie sich durch einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen beziehungsweise Antioxidantien auszeichnen. „Um Atemnot durch erhöhten Druck im Bauchraum nach dem Essen zu vermeiden, ist es besser, eine große Mahlzeit auf mehrere kleine Portionen über den Tag zu verteilen“, rät Hellmann. „Auch frisches Obst und Gemüse gehören auf den täglichen Speiseplan. Aber besser nicht zu zuckerhaltigen Smoothies oder gezuckerten Fruchtsäften greifen, da aus zu viel Zucker im Stoffwechsel Kohlenmonoxid entsteht – ein Atemgift, das Müdigkeit und Schwäche verstärkt. Außerdem sollten COPD-Patienten genügend trinken, da dies das Abhusten von Schleim erleichtert. Verzichtet werden sollte dagegen auf stark gesalzene Nahrungsmittel und solche, die Blähungen verursachen. Auch zu heiße oder zu kalte Gerichte sollten Betroffene vermeiden, da sie Husten verursachen können.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.12.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.lungenaerzte-im-netz.de
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