Alzheimerrisiko senken: So altern Sie gesund

Laut Forschern lässt sich durch eine gesunde Lebensweise das Alzheimerrisiko senken. Wir haben eine Checkliste für Sie, wie gesundes Altern gelingt.

Senioren machen mit ihrer Enkelin einen Spaziergang © iStock
(Düsseldorf – 19.09.2017) Am 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Heilbar ist die häufigste Form der Demenz bislang zwar nicht. Doch Alzheimer-Forscher haben nachgewiesen: Durch eine gesunde Lebensweise lässt sich zumindest das Risiko senken, an Alzheimer zu erkranken. Hier finden Sie eine Checkliste für gesundes Altern.

Punkt 1: Ausreichend bewegen

Durch genügend Bewegung lässt sich nicht nur der Körper fit halten, sondern auch das Gehirn. Mindestens zwanzig Minuten pro Tag sind ideal. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen, sondern darum, mit Spaß in Bewegung zu bleiben. Gehen Sie spazieren, tanzen oder schwimmen Sie und nehmen Sie das Fahrrad statt des Autos.

Punkt 2: Geistig fit bleiben

Wer rastet,  der rostet – das gilt auch für die grauen Zellen. Wer sich geistig auf Trab hält, hat ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Ob Musizieren, Reisen, Karten spielen, seinen Hobbies nachgehen oder eine neue Sprache lernen: Bleiben Sie aktiv und neugierig.

Punkt 3: Richtig ernähren

Eine mediterrane Ernährung versorgt das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen und stärkt seine Abwehrbereitschaft. Essen Sie viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüsse, dafür wenig rotes Fleisch und viel fetten Fisch.

Punkt 4: Soziale Kontakte pflegen

Geselligkeit hält uns geistig fit. Wer viel allein ist, hat ein doppelt so hohes Alzheimerrisiko als Menschen mit viel sozialem Austausch. Bleiben Sie mit der Familie in Kontakt, treffen Sie sich regelmäßig mit Freunden und Bekannten und bleiben Sie offen für neue Begegnungen.

Punkt 5: Medizinische Vorsorgetermine wahrnehmen

Sorgen Sie für Ihre Gesundheit und lassen Sie sich regelmäßig vom Arzt untersuchen. Achten Sie besonders auf Symptome für Herz- und Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Herzrhythmusstörungen und erhöhte Cholesterinwerte.

Was wir nicht beeinflussen können

Nicht beeinflussen lassen sich das Alter und die Gene. Je älter ein Mensch wird, desto höher ist sein Alzheimerrisiko. Von den 70- bis 75-Jährigen sind nur drei bis vier Prozent betroffen, während es bei den über 90-Jährigen mehr als ein Drittel sind. Auch Genmutationen können für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich sein. Das betrifft aber weniger als ein Prozent aller Alzheimerfälle. Darüber hinaus gibt es auch Genvarianten, die das Alzheimerrisiko leicht erhöhen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.09.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Alzheimer Forschung Initiative (AFI): Alzheimer vorbeugen – Checkliste für ein gesundes Altern