Wandern im Alter

Wandern macht nicht nur Spaß, es ist auch ein ganzheitliches Fitnesstraining – und für ältere Menschen gut geeignet. Tipps für Einsteiger.

Seniorin mit Rucksack beim Wandern © Thinkstock
(Köln/Kassel – 20.05.2016). Für das Wochenende meldet der Wetterbericht bestes Wanderwetter. „Aktivität und Bewegung sind entscheidende Faktoren für die Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe gerade älterer Menschen“, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Und Wandern ist die mit Abstand beliebteste Freizeitaktivität der Deutschen. „Gerade das Wandern hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit, wie mehrere Studien nachgewiesen haben. Dazu kommt, dass Wandern ohne aufwändige Ausrüstung für jeden fast überall möglich ist“, sagt Ute Dicks vom Deutschen Wanderverband (DWV).

Wandern als ideales ganzheitliches Fitnessprogramm

Wandern senkt zum Beispiel das Risiko für Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall. Außerdem eignet sich kaum etwas so gut zum Auftanken und Abschalten wie das Wandern. Es hilft gegen Stress, indem es das Stresshormon Kortisol vermindert. Selbst bei leichten Depressionen kann die Bewegung an der frischen Luft Linderung verschaffen. Zudem trainiert es zahlreiche Muskelpartien, steigert die Durchblutung und erhöht die Sauerstoffaufnahme der Lungen. Kurzum: Wandern ist ein ideales ganzheitliches Fitnessprogramm.

Tipps für Einsteiger:

  • Das gehört in den Rucksack: Regen- und Sonnenschutz, ausreichend Getränke und Verpflegung, ein Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflastern sowie ein Handy.
  • Tourplanung: Planen Sie zunächst nur kurze Touren und seien Sie nicht zu ehrgeizig. Ideal sind Wege, die durch eine schöne Landschaft führen und für Wanderer viel Abwechslung bieten. Informationen erhalten Sie zum Beispiel in einem Wanderführer, einer guten Wanderkarte oder beim örtliche Wanderverein.
  • Vor Zecken schützen: Zecken können Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Schützen Sie sich, indem Sie beim Wandern lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen und auf den Wegen bleiben. Spezielle Mittel zum Einreiben bieten ebenfalls Schutz. Gegen FSME gibt es außerdem eine Impfung.
  • An Sonnenschutz denken: Wo es geht, sollten Sie möglichst im Schatten wandern. Wichtig ist außerdem ein guter Sonnenschutz – mindestens alle zwei Stunden sollten Sie nachcremen.
  • Das passende Schuhwerk: Ihre Schuhe sollten eine rutschfeste Sohle haben, dem Knöchel Halt geben und wasserfest und atmungsaktiv sein. Achten Sie darauf, dass sie an den Fersen fest sitzen und die Zehen genug Platz haben.
  • Blasen vermeiden: Vor Blasen schützen am besten eingelaufene Schuhe, gepolsterte Socken und dünne Synthetik-Socken unter Baumwoll- oder Wollsocken. Wenn Sie die ersten Anzeichen einer Blase bemerken, kleben Sie am besten gleich ein spezielles Blasenpflaster auf die betroffene Stelle.
  • Der richtige Rucksack: Ein guter Wanderrucksack sollte anatomisch geformt sein, gepolsterte Schultergurte und eine Rückenbelüftung haben. Wichtig beim Packen: Der Schwerpunkt sollte immer dich an den Körper.
  • Wanderstöcke benutzen: Verstellbare Wanderstöcke sorgen für Halt und federn das Körpergewicht ab. Insbesondere beim Bergablaufen können sie entlasten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.05.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Neu: Broschüre zum Wandern im Alter „Wandern – Bewegung, die gut tut“
  • Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Wandern – Bewegung, die gut tut
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