Hilfe bei Pflegedienst-Suche

Ein neues Onlineportal kann Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen künftig die Auswahl eines geeigneten Pflegedienstes erleichtern.

Senior mit Tochter am Computer © Thinkstock
(Gütersloh – 07.07.2014) Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können sich ab sofort in einem neuen, unabhängigen Internetportal über das Angebot und die Servicequalität von rund 13.000 Pflegediensten in ganz Deutschland informieren. Unter www.weisse-liste.de/pflegedienst haben sie bereits vor dem ersten Kontakt zu einem Dienst die Möglichkeit zu kalkulieren, welche Kosten auf sie persönlich zukommen. Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen – unterstützt vom Bundesverbraucherministerium.

Suche zeigt nur Pflegedienste an, die den Wohnort anfahren

Das Portal zeigt den Nutzern bei der Suche nur solche Pflegedienste an, die ihren Wohnort tatsächlich anfahren. Zudem lässt sich zum Beispiel ermitteln, welche Dienste sich auf die Betreuung von Menschen mit Demenz spezialisiert oder welche Intensivpflegedienste aktuell freie Plätze haben. Im interaktiven Online-Pflegeplaner können Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mithilfe von Fragen und Antworten herausfinden, welchen Unterstützungsbedarf sie zum Beispiel bei der Körperpflege oder im Haushalt haben und welche dazu passenden Leistungen von Pflegediensten angeboten werden.

Betroffene nehmen aktivere Rolle ein

„Durch die Ausrichtung auf den einzelnen Nutzer entsteht eine neue Form der Transparenz für Verbraucher“, sagt Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz. „Das Portal bringt die Betroffenen in eine aktivere Rolle: Sie haben schon vor dem ersten Angebot eines Dienstes einen Überblick über mögliche Leistungen und Kosten.“  

„Pflegedienste können in der Pflegesituation zu Hause für deutliche Entlastung sorgen. Da ist es wichtig, dass die Betroffenen sich über ihre Anforderungen bewusst werden und sich auf Basis guter Informationen mit den Pflegediensten über die passenden Hilfen austauschen können", erklärt Adolf Bauer vom Sozialverband Deutschland (SoVD), einem Projektpartner der Weissen Liste. Das sei nicht zuletzt deshalb von Bedeutung, da die Pflegebedürftigen nach Abzug der Kassenleistung alle Kosten für einen Dienst selbst tragen müssen, so Bauer.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.07.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Bertelsmann Stiftung
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