Mit Bewegung vorbeugen

Schon ein Spaziergang am Tag kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Eine effektive Methode zur Vorbeugung – auch für ältere Menschen.

Seniorenpaar im Wald
(München – 12.03.2014) Auch ältere Menschen profitieren gesundheitlich erheblich davon, wenn sie in ihren Alltag mehr körperliche Bewegung integrieren. Das belegen zwei neue Studien. „Bereits ein täglicher Spaziergang von zwanzig Minuten verringert das Schlaganfall-Risiko bei Gesunden im Alter zwischen 60 und 80 Jahren um acht Prozent. Wer täglich eine halbe bis ganze Stunde zu Fuß geht, kann sein Risiko für einen Schlaganfall um elf Prozent senken, bei ein bis zwei Gehstunden pro Tag um 30 Prozent. Dieser Effekt lässt sich noch weiter steigern, denn er ist dosisabhängig. Das heißt: Je länger die Spaziergänge pro Tag dauern, umso besser ist dies für Herz und Kreislauf“, erklärt Dr. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK). 

So konnten besonders rüstige Menschen über 60 Jahre mit mehr als 22 Gehstunden pro Woche – also mehr als drei Stunden pro Tag – im Vergleich zu inaktiven Senioren ihre Schlaganfall-Rate sogar um 65 Prozent verringern. „Mehr Bewegung in Form eines täglichen Spaziergangs erweist sich damit als eine effektive Methode für ältere Menschen, um gegen Schlaganfälle vorzubeugen“, so der Experte.

Die Anzahl der Schritte zählt

Mehr körperliche Bewegung kann zum Beispiel auch verhindern, an Diabetes mellitus zu erkranken, und das damit verbundene erhöhte Risiko für Herz‐Kreislauf-Erkrankungen senken. Bereits 2.000 Schritte mehr am Tag können das kardiovaskuläre Risiko von Senioren, die bereits unter Prädiabetes (einer Vorstufe des Altersdiabetes) leiden, um zehn Prozent verringern – und zwar ganz unabhängig von ihrem bisherigen Aktivitätslevel und Körpergewicht.

„Allein eine Steigerung der täglichen Schrittanzahl kann also das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall bereits reduzieren“, sagt Smetak. „Wer sich zu mehr Bewegung motivieren möchte, muss daher nicht unbedingt gleich einen Vertrag mit einem Fitnessstudio abschließen. Man kann auch einfach mehr zu Fuß gehen und – um das zu forcieren – eventuell die Anschaffung eines Schrittzählers in Erwägung ziehen.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.03.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kardiologen-im-netz.de
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