Training gegen Demenz
Den Verlauf einer Demenz zu verlangsamen ist möglich. Eine wirksame Behandlung scheint die sogenannte kognitive Stimulation zu sein.
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(Cambridge – 15.02.2012) Spezielles geistiges Training kann den Verlauf von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen günstig beeinflussen. Werden Betroffene mit milder bis mittlerer Demenz gezielt mit der sogenannten kognitiven Stimulation gefordert, kann das den Fortschritt der Erkrankung verlangsamen. Patienten konnten nach der Behandlung ihre Ergebnisse bei gängigen Tests für kognitive Leistung verbessern.
Das belegt die Auswertung mehrerer Studien zur Wirkung dieser Behandlungsform. Britische Forscher veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Analyse im Fachmagazin „The Cochrane Library“.
Das belegt die Auswertung mehrerer Studien zur Wirkung dieser Behandlungsform. Britische Forscher veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Analyse im Fachmagazin „The Cochrane Library“.
Die kognitive Stimulation
Schon seit längerem wird empfohlen, Patienten mit Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen durch die sogenannte kognitive Stimulation zu fordern. Dabei führen geschulte Fachkräfte gezielte Gespräche mit den Patienten über vergangene Ereignisse oder über ihre Interessen. So sollen Gedächtnis und Kommunikationsfähigkeit trainiert werden.
Außerdem führen die Betreuer mit den Patienten Wortspiele, Puzzles und praktische Aktivitäten wie beispielsweise Kuchenbacken oder Gartenarbeit durch. Typischerweise finden solche Übungen jeweils 45 Minuten lang zwei Mal in der Woche statt.
Außerdem führen die Betreuer mit den Patienten Wortspiele, Puzzles und praktische Aktivitäten wie beispielsweise Kuchenbacken oder Gartenarbeit durch. Typischerweise finden solche Übungen jeweils 45 Minuten lang zwei Mal in der Woche statt.
Deutliche Wirkung überrascht selbst Forscher
Inwieweit die kognitive Stimulation tatsächlich messbare Verbesserungen bringt, war bisher umstritten. Jetzt haben britische Forscher 15 Studien mit insgesamt 718 Demenzpatienten ausgewertet und so den Effekt zusammenfassend analysiert.
„Das überraschendste Ergebnis unserer Analyse ist die deutliche Wirkung der kognitiven Stimulation auf die geistige Leistung", schreiben Bob Woods und seine Kollegen von der Bangor University in Wales. Eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit habe sich in fast allen untersuchten Studien gezeigt und sei unabhängig von einer medikamentösen Behandlung gewesen.
„Das überraschendste Ergebnis unserer Analyse ist die deutliche Wirkung der kognitiven Stimulation auf die geistige Leistung", schreiben Bob Woods und seine Kollegen von der Bangor University in Wales. Eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit habe sich in fast allen untersuchten Studien gezeigt und sei unabhängig von einer medikamentösen Behandlung gewesen.
Methode wirkt nicht bei schwerer Demenz
Geeignet ist die kognitive Stimulation aber wohl nur für Patienten mit Formen milder bis mittelstarker Demenz. In Fällen schwerer Demenz zeigt die Behandlungsmethode keine Wirkung mehr.
Nach Ansicht der Wissenschaftler ist es nun wichtig, herauszufinden, ob die kognitive Stimulation auch dann wirkt, wenn sie beispielsweise von pflegenden Familienangehörigen durchgeführt wird. „Die Schlüsselfrage ist dabei, ob auch diejenigen die gleichen, guten Ergebnisse erzielen, die nur eine kurze Einführung in die Methoden erhalten haben oder mit Hilfe eines Anleitungsbuchs arbeiten", schreiben Woods und seine Kollegen. Dann wäre die Methode geeignet, um auch regelmäßig im vertrauten Umfeld der Betroffenen angewendet zu werden.
Nach Ansicht der Wissenschaftler ist es nun wichtig, herauszufinden, ob die kognitive Stimulation auch dann wirkt, wenn sie beispielsweise von pflegenden Familienangehörigen durchgeführt wird. „Die Schlüsselfrage ist dabei, ob auch diejenigen die gleichen, guten Ergebnisse erzielen, die nur eine kurze Einführung in die Methoden erhalten haben oder mit Hilfe eines Anleitungsbuchs arbeiten", schreiben Woods und seine Kollegen. Dann wäre die Methode geeignet, um auch regelmäßig im vertrauten Umfeld der Betroffenen angewendet zu werden.




