Salat statt Pudding

Viele ältere Menschen leiden unter Mangelernährung. Wer die Ursachen kennt, kann mit einem ausgewogenen Speiseplan vorbeugen.

(München – 15.12.2011) In deutschen Kliniken werden immer mehr ältere Menschen mit einer Mangelernährung behandelt. Binnen zwei Jahren erhöhte sich die Zahl der Betroffenen um 53 Prozent, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Auswertung der Krankenkasse DAK ergibt.

Bei den meisten Betroffenen wird ein Eiweiß- oder Vitaminmangel festgestellt. Die Mangelernährung fällt in der Regel auf, wenn in der Klinik andere Erkrankungen wie Diabetes, Herzschwäche oder ein Oberschenkelhalsbruch behandelt werden. Laut der veröffentlichten Auswertung sind deutlich mehr Frauen als Männer betroffen.

Kein Appetit, kein Durst

Die Deutsche Seniorenliga geht davon aus, dass bundesweit fast jeder zwölfte über 60 Jahre unter chronischer Mangelernährung leidet. Fehlt dem Organismus ein Mindestmaß an Energie und Nährstoffen, können körperliche und geistige Funktionen nicht aufrechterhalten werden. Ohne die notwendigen Vitamine, Eiweiße, Spurenelemente und Mineralstoffe drohen Schwächezustände und Stoffwechselstörungen mit ernsthaften Folgeerkrankungen.

Als Ursache nennt die Seniorenliga Ernährungsgewohnheiten, die sich mit zunehmendem Alter ändern. Die Geschmackswahrnehmung verringert sich, was dazu führt, dass viele Senioren intensiv süß schmeckende Speisen bevorzugen. Salat oder Vollkornbrot stehen dann zu selten auf dem Speiseplan. Das Appetit- und Durstempfinden lässt generell nach. Ältere Menschen leiden zudem häufig an Kau- und Schluckbeschwerden. Als Folge verzichten Senioren mitunter auf regelmäßige Mahlzeiten, wodurch ebenfalls eine Unter- oder Mangelernährung entstehen kann.

Die DAK empfiehlt eine Ernährung reich an Vollmilch und Milchprodukten, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Vollkornprodukten sowie Fisch und Fleisch. Da viele ältere Menschen unter Appetitlosigkeit leiden, können mehrere kleine Zwischenmahlzeiten sinnvoll sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.12.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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