Essen nicht vergessen
Viele Demenzkranke essen nicht mehr genug. Problem: Die Krankheit erfordert gleichzeitig – aus noch ungeklärten Gründen – eine erhöhte Kalorienzufuhr.
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(Erlangen – 06.09.2011) Was fängt man mit dem Essen an, das da auf dem Teller liegt? Für gesunde Menschen eine scheinbar absurde Frage. Doch viele Demenzkranke haben darauf keine Antwort mehr.
Im Laufe der Erkrankungen kann es zu sogenannten Handlungsstörungen kommen. Dazu gehört mitunter auch, dass das Essen auf dem Teller für Betroffene zu einem Rätsel wird. Mit der Folge, dass sie die Nahrung einfach nicht mehr zu sich nehmen.
Im Laufe der Erkrankungen kann es zu sogenannten Handlungsstörungen kommen. Dazu gehört mitunter auch, dass das Essen auf dem Teller für Betroffene zu einem Rätsel wird. Mit der Folge, dass sie die Nahrung einfach nicht mehr zu sich nehmen.
Erhöhter Kalorienbedarf
„Die Nahrungszufuhr von Demenzkranken ist gestört und gleichzeitig haben sie einen höheren Energiebedarf als gesunde Gleichaltrige“, sagt Richard Mahlberg, Gerontologe und Psychiater am Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen. „Wir wissen zwar noch nicht, woran das liegt, aber wir wissen, dass der Kalorienbedarf um etwa 30 Prozent erhöht ist.“ Diese Kombination führe nicht selten dazu, dass Demenzkranke deutlich abnehmen und an Kraft verlieren.
„Es gibt keine spezielle Diät für Demenzkranke“, ergänzt Mahlberg. „Wichtig ist eine vollwertige Kost, die auch ausreichend Fett und Kohlenhydrate enthält.“ Gut sei auch, das zu kochen, was den Patienten schon vor der Erkrankung gut geschmeckt hat. Von so mancher Diätregel könne man sich beim Kochen für Demenzkranke verabschieden. „Natürlich dürfen auch Demenzkranke Salat essen, aber dann einen wirklich vollwertigen.“
„Es gibt keine spezielle Diät für Demenzkranke“, ergänzt Mahlberg. „Wichtig ist eine vollwertige Kost, die auch ausreichend Fett und Kohlenhydrate enthält.“ Gut sei auch, das zu kochen, was den Patienten schon vor der Erkrankung gut geschmeckt hat. Von so mancher Diätregel könne man sich beim Kochen für Demenzkranke verabschieden. „Natürlich dürfen auch Demenzkranke Salat essen, aber dann einen wirklich vollwertigen.“
Geduld und Zeit
Das wichtigste sei aber, viel Geduld zu haben. Einfach den Teller dem Erkrankten hinzustellen und wegzugehen, funktioniert in der Regel nicht. „Um sicherzugehen, dass die Patienten auch wirklich essen, muss man sich dazusetzen und warten, bis sie tatsächlich fertig sind.“ Das kann pro Tag mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Dass alleine dieser Zeitaufwand für betreuende Personen eine Herausforderung darstellt, ist auf der anderen Seite auch klar.
Oft leiden Betroffene gleichzeitig unter Diabetes mellitus, erhöhten Cholesterinwerten oder anderen Krankheiten, die eine spezielle Diät erfordern. Dann sollten sich alle Beteiligten mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen, um zu besprechen, wie die Ernährung des Demenzkranken aussehen sollte.
Oft leiden Betroffene gleichzeitig unter Diabetes mellitus, erhöhten Cholesterinwerten oder anderen Krankheiten, die eine spezielle Diät erfordern. Dann sollten sich alle Beteiligten mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen, um zu besprechen, wie die Ernährung des Demenzkranken aussehen sollte.




