Kreuzallergien bei Kindern

Kinder, die zum Beispiel unter einer Pollenallergie leiden, können auch auf bestimmte Lebensmittel reagieren. Was Eltern beachten sollten.

Mädchen schnäuzt sich © iStock
(Köln – 29.05.2017) Zu Kreuzallergien kann es kommen, wenn zum Beispiel die Proteine in einem Pollenallergen den Proteinen in einem anderen Nahrungsmittel ähnlich sind. Pollenallergiker können dann auf diese Speisen allergisch reagieren. Eltern sollten sich dessen bewusst sein und auf entsprechende Anzeichen bei ihrem Kind achten, wenn es eine Pollenallergie hat.

Meist treten innerhalb weniger Minuten Symptome auf

„Ist Ihr Kind beispielsweise allergisch auf Birkenpollen, kann es unter anderem auch auf Kern- und Steinobst wie Äpfel, Aprikosen und Kirschen, aber auch auf Karotten, Sellerie, Mandeln und Haselnüsse mit allergischen Beschwerden reagieren. Meist zeigen sich bei betroffenen Kindern innerhalb von einer bis fünf Minuten Symptome, nachdem sie mit dem Nahrungsmittel in Kontakt gekommen sind. Der Mundraum kribbelt, es kann sich ein Ausschlag entwickeln, die Augen und der Naseninnenraum können jucken. Selten wird dem Kind übel oder Gesichtsteile schwellen an. „Insbesondere wenn Atemprobleme auftreten, sollte der Notarzt gerufen werden. In den meisten Fällen reicht aber die Gabe von Antihistaminika. Sind die Lebensmittel gekocht, ist eine Kreuzallergie relativ selten“, erklärt Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Bei einer Gräserpollenallergie können Kinder auch auf Tomaten, rohe Kartoffeln und Melone allergisch sein. Wer bei Beifuß überempfindlich ist, sollte Bananen, Karotten, Sellerie, Koriander sowie Erdnüsse mit Vorsicht genießen. „Eltern sollten eine Liste über die Nahrungsmittel führen, bei denen ihr Kind Symptome gezeigt hat, um sie künftig zu vermeiden. Bei den ersten Anzeichen sollte ein Kind das Essen ausspucken und eventuell den Mund ausspülen“, rät der Experte.

Nicht nur bei Pollenallergikern können Kreuzallergien auftreten

Kreuzreaktivität tritt nicht nur bei Baumpollen und Früchten auf, sondern kann auch bei vielen anderen Allergenen vorhanden sein. So können Milbenallergiker gegenüber Schalen- und Weichtieren sensibilisiert sein. Wer Kuhmilch nicht verträgt, hat auch ein hohes Risiko, auf Ziegenmilch allergisch zu reagieren. Eine Latexallergie kann allergische Reaktionen unter anderem auf Avocado, Bananen, Zitrusfrüchte, Mangos und Tomaten zur Folge haben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.05.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Bei Kindern mit Pollenallergie auf Kreuzallergien achten