Erhöhtes Allergierisiko

Schon in der Schwangerschaft können Frauen Allergien bei ihrem Kind vorbeugen. Doch viele erfahren erst spät vom erhöhten Allergierisiko ihres Babys.

Schwangere Frau sitzt im Kinderzimmer © iStock
(Bonn – 16.01.17) Frauen sollten bereits zu Beginn einer Schwangerschaft wissen, ob ihr Nachwuchs ein erhöhtes Allergierisiko hat. Denn schon das ungeborene Kind profitiert von vorbeugenden Maßnahmen. Doch eine Umfrage der Deutschen Haut- und Allergiehilfe hat jetzt gezeigt: Viele Frauen erhalten diese Information zu spät.

Von den 219 Befragten waren 88 Prozent darüber aufgeklärt, ob ihr Kind ein erhöhtes Risiko für Allergien trägt oder nicht. Knapp ein Drittel wusste dies schon, bevor das Baby unterwegs war, 36 Prozent informierten sich während der Schwangerschaft. Ein erhöhtes Allergierisiko liegt vor, wenn ein oder beide Elternteile an einer Allergie leiden. Ein Beratungsgespräch beim Arzt kann Aufschluss darüber geben. 35 Prozent der Befragten erfuhren erst nach der Geburt des Kindes davon. „Das ist zu spät“, sagt Erhard Hackler von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. „Schon Schwangere können etwas tun, um das Allergierisiko ihres Kindes zu senken, indem sie nicht rauchen, sich ausgewogen ernähren, Übergewicht vermeiden und Meeresfisch auf den Speiseplan setzen.“

Rechtzeitig über die richtige Säuglingsnahrung informieren

Darüber hinaus sollten sich werdende Mütter rechtzeitig darüber informieren, welche Säuglingsnahrung für ihr allergiegefährdetes Kind geeignet sein könnte, falls es mit dem Stillen nicht klappt. Wichtig ist, dass Kinder mit erhöhtem Allergierisiko in den ersten vier Lebensmonaten hypoallergen – also allergenarm – ernährt werden. Denn ob die Veranlagung für eine Allergie zur Ausprägung kommt oder nicht, kann in diesem Zeitfenster durch die Ernährung mit beeinflusst werden.

Die ideale Nahrung während dieser Zeit ist Muttermilch. Kinder, die nicht voll gestillt werden und ein erhöhtes Allergierisiko haben, brauchen hypoallergene (HA)-Säuglingsnahrung, die ihre allergievorbeugende Wirkung in wissenschaftlichen Studien bewiesen hat. Schon in der Geburtsklinik sollte für alle Fälle eine passende Nahrung bereitstehen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.01.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Haut- und Allergiehilfe: DHA-Umfrage zeigt: Aufklärung über Allergierisiko beim Nachwuchs oft zu spät