Höheres Risiko bei Allergie

Kinder mit Allergien – vor allem Asthma und Heuschnupfen – weisen häufiger Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf.

Kleines Mädchen wird von Ärztin abgehört © Thinkstock
(Köln – 20.01.2016) Asthma und Heuschnupfen ist einer amerikanischen Studie zufolge oft mit Bluthochdruck und hohen Cholesterinwerten schon in jungem Alter verbunden. Demnach leiden Kinder mit allergischen Erkrankungen – insbesondere Asthma und Heuschnupfen – etwa doppelt so häufig wie gesunde Gleichaltrige unter diesen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Entzündungsprozesse bei Asthma und Heuschnupfen können damit zusammenhängen, aber auch eine durch die Krankheit hervorgerufene bewegungsärmere Lebensweise kann mit dafür verantwortlich sein. Dies zeigt, dass Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits in der Kindheit ihren Ursprung haben können“, sagt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverbands für Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Allergische Erkrankungen erhöhen demnach unabhängig von Übergewicht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Regelmäßige Untersuchungen der Cholesterin- und Blutdruckwerte

Insbesondere schwere Formen von Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis können die körperliche Aktivität beeinträchtigen, Schlafstörungen verursachen und bestimmte Krankheiten verschlimmern – zum Beispiel Infektionen der Atemwege bei Asthma. „Regelmäßige Untersuchungen der Cholesterinwerte und Messungen des Blutdrucks können bei diesen Kindern sinnvoll sein. Bei ausgeprägter Müdigkeit kann auch der Eisenspiegel kontrolliert werden“, rät der Experte. Denn eine weitere ähnliche Forschungsarbeit legt nahe, dass Kinder mit allergischen beziehungsweise atopischen Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien zu Blutarmut beziehungsweise Eisenmangel neigen – vermutlich weil sie oft ohne entsprechende Beratung gewisse Nahrungsmittel auslassen, um eine Besserung zu erzielen. Wenn diese Patienten unter Müdigkeit leiden, denken Eltern in der Regel an einen durch die Krankheit gestörten Schlaf. Aber es kann sich auch Eisenmangel dahinter verbergen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.01.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte: Kinder mit Allergien weisen häufig Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten auf
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