Gefährliche Nüsse

Haselnussplätzchen, Spitzbuben, Lebkuchen: Für viele ein Genuss, für Nussallergiker dagegen oft gefährlich. Wie sich Betroffene verhalten sollten.

Nüsse © Thinkstock
(Berlin – 17.12.2013) Ob Lebkuchenherz oder Dominostein: Viele Weihnachtsspezialitäten enthalten Spuren von Nüssen. Was für die einen Genuss ist, birgt für die anderen gesundheitliche Gefahren. So sind nach Schätzungen des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel knapp drei Prozent aller Erwachsenen gegen Lebensmittel allergisch. Besonders gefährlich sind Nussallergien: Schon kleinste Mengen können Lippen, Mund und Zunge anschwellen lassen sowie Erbrechen und Durchfall auslösen. Im schlimmsten Fall kommt es durch einen allergischen Schock zum Herzinfarkt.

Lose verkaufte Lebensmittel nicht kennzeichnungspflichtig

Heikel wird es beim Weihnachtsmarktbesuch: So sind Bestandteile von Nüssen in Nahrungsmitteln zwar kennzeichnungspflichtig, für lose verkaufte Lebensmittel gilt diese Regelung jedoch nicht. Wenn es nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln wiederholt zu Beschwerden kommt, sollten Sie sich von einem Arzt beraten lassen.

Allergietest bringt Sicherheit

Erste Erkenntnisse können Bluttests liefern: Der Nachweis von IgE-Antikörpern bestimmt  bis zu 700 verschiedene Allergene. Neben den häufiger auftretenden Erdnuss- und Haselnussallergien können Unverträglichkeiten gegen bis zu acht weitere Schalenfrüchte bestehen. Wer weiß, gegen was er allergisch ist, kann beim Kauf nachfragen und so die richtigen Weihnachtsplätzchen auszusuchen. Fehlt dieses Wissen, verschlimmert sich die Unverträglichkeit, je öfter man mit den Allergenen in Kontakt kommt. Dann können Erkrankungen wie Asthma bronchiale die Folge sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.12.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Infozentrum für Prävention und Früherkennung
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