Allergie vom Rasenmähen

Bei der Gartenarbeit – Laubharken, Rasenmähen – können Schimmelpilzsporen in die Atemwege gelangen und allergische Reaktionen auslösen.

Rasen © Thinkstock
(Göttingen – 09.07.2012) Nicht nur die Pollen bereiten Allergikern bei der Gartenarbeit Probleme. Allergische Reaktionen können auch auftreten, wenn man Laub harkt, den Komposthaufen umschichtet oder den Rasen mäht. Schimmelpilzsporen sind dann in der Regel der Auslöser. „Nach Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaaren ist Schimmel eine der häufigsten Ursachen einer allergischen Entzündung der Nasenschleimhaut“, sagt Prof. Thomas Fuchs, Facharzt für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen.

Schimmelpilze bilden sich im Laub oder im Kompost, wachsen in rottendem Holz, im Erdboden oder hängen am Gras. Bei der Gartenarbeit werden ihre Sporen aufgewirbelt und gelangen in die Atemwege. „Das Vertrackte an der Schimmelpilzsporenallergie ist, dass zur gleichen Zeit auch Gräser- und Getreidepollen durch die Luft fliegen“, sagt Fuchs. Die Ursache für die allergischen Reaktionen wie Schnupfen, Bindehautentzündung, juckende und tränende Augen, Atemwegsreizungen und sogar allergisches Asthma sind also nicht immer gleich zu erkennen.

Dem Arzt von der Gartenarbeit berichten

„Wer nach der Gartenarbeit allergische Reaktionen feststellt, sollte auf jeden Fall zum Hausarzt gehen beziehungsweise sich zum Spezialisten überweisen lassen“, rät Fuchs. Und der behandelnde Arzt sollte auf den Zusammenhang zwischen Gartenarbeit und Krankheit hingewiesen werden, um dies bei Allergietests berücksichtigen zu können. Anhand von Blut-, Haut- und Provokationstests lässt sich eine Schimmelpilzsporenallergie feststellen.

Oft würden die Betroffenen nicht umfassend genug aufgeklärt, beklagt Fuchs: „Häufig werden sie ohne große Beratung und mit dem Hinweis, es sei doch nur eine Allergie, nach Hause geschickt.“ Aber eine Allergie ist eine nicht zu unterschätzende Krankheit. In der Folge einer Schimmelpilzsporenallergie kann sich beispielsweise Asthma entwickeln.

Die Sporenbelastung lässt sich aber mit einigen einfachen Maßnahmen reduzieren: Brennt der Nachbar ein Laubfeuer ab, sollten sich Betroffene im Haus aufhalten und die Fenster schließen, da sich auch mit dem Rauch Sporen verbreiten können. Beim Rasenmähen oder Laubharken sollte ein Mundschutz getragen werden und den Komposthaufen legt man am besten weit vom Haus entfernt an
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.07.2012
  • Autor/in: vitanet.de-mp
  • Quellen: dapd