Ganz schön allergisch

Fast 15 Prozent der Bevölkerung reagieren auf Kosmetikprodukte allergisch. Was sind die Ursachen? Und was kann man gegen Pusteln, Bläschen und Juckreiz tun?

(Berlin/Mönchengladbach – 27.09.2011) Wer den perfekten Lidstrich, rosige Wangen und formschön nachgezogene Lippen haben will, kommt ohne Kosmetikprodukte nicht aus. Doch in den Artikeln stecken oft Substanzen, die viele Menschen nicht vertragen, sagt Duftstoffexpertin Silvia Pleschka vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB).

„Im Prinzip kann jeder Inhaltsstoff eine Unverträglichkeit auslösen“, erklärt Pleschka. Dann kann es an den Hautstellen, die damit in Berührung gekommen sind, zu Rötungen, starkem Juckreiz, Schwellungen, Bläschen oder nässendem Ausschlag kommen. Wird der Kontakt zu dem Allergieauslöser beendet verschwinden die Symptome wieder. Deshalb sprechen Fachleute von Kontaktallergien. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind betroffen.

Drei Faktoren sind ausschlaggebend

Am häufigsten führen bestimmte Duft- und Konservierungsstoffe zu einer Kontaktallergie. Ob eine Substanz bei einem Menschen eine Allergie auslöst, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: von der Veranlagung zu Kontaktallergien, davon, wie regelmäßig und in welchen Konzentrationen die Produkte angewendet werden und nicht zuletzt vom Pflegezustand der Haut. „Ist sie durch häufigen Kontakt mit Wasser oder Putzmitteln oder auch durch starke Sonneneinwirkung belastet, reagiert sie empfindlicher als eine gut befeuchtete und gefettete Haut“, sagt Silvia Pleschka. Somit kann eine gute Hautpflege helfen, einer Kontaktallergie vorzubeugen.

Allergietest bringt Klarheit

Silvia Pleschka rät Betroffenen, die sehr unter den unangenehmen Hautreaktionen leiden, zu einem Allergietest. Der Arzt klebt dem Patienten dazu für ein bis zwei Tage ein Spezialpflaster mit einer Auswahl der Substanzen auf den Rücken, die im Verdacht stehen, dass sie die Allergie auslösen. Danach gibt eine Analyse der Hautreaktion Aufschluss darüber, welche Stoffe genau zur allergischen Reaktion führen.

Die Hersteller sind verpflichtet, auf den Kosmetikverpackungen alle Inhaltsstoffe aufzuführen. Kennt der Betroffene die Substanzen, auf die er allergisch reagiert, kann er entsprechende Produkte meiden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.09.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd