Heu gegen Heuschnupfen
Ihre Kinder in einem Stall spielen lassen – das ist für viele Eltern unvorstellbar. Viel zu unhygienisch erscheint ihnen dieser Ort. Forscher haben nun jedoch herausgefunden, dass ein Stoff im Heustaub Allergien bei Kindern verhindern kann.
© Shutterstock(Bochum – 20.07.2010) Landkinder sind möglicherweise durch einen Stoff im Stallstaub besser vor Allergien geschützt als Stadtkinder. Forscher haben herausgefunden, dass ein Zuckermolekül aus Futterpflanzen auf das Immunsystem wirkt. Das sogenannte Arabinogalaktan kommt in großen Mengen in Gräsern wie dem Wiesenfuchsschwanz vor. In Tierversuchen zeige sich, dass der Stoff das Immunsystem an allergischen Abwehrreaktionen hindere, teilte die Ruhruniversität Bochum am Montag mit.
Dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener an Allergien und allergischem Asthma leiden, ist schon lange bekannt. Was die Kinder genau schützt, war allerdings rätselhaft. Ob die Bestandteile aus den Gräsern vor Allergien schützen, ist dosisabhängig. „In kleineren Konzentrationen können die Pollen des Wiesenfuchsschwanzes Allergien auslösen, in großen Dosen und sehr früh im Leben aber auch verhindern“, erklärte Martin Peters von der Ruhruniversität Bochum. Das Zuckermolekül wirkt nach Forscherangaben insbesondere, wenn es im ersten Lebensjahr eingeatmet wird.
Jetzt wollen die Forscher untersuchen, ob sich Arabinogalaktan zur Vorbeugung oder auch zur Therapie von Allergien und allergischem Asthma einsetzen lässt. Denkbar wäre eine Anwendung als Spray oder Nasentropfen, da die Substanz gut wasserlöslich sei, sagte Peters.
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Dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, seltener an Allergien und allergischem Asthma leiden, ist schon lange bekannt. Was die Kinder genau schützt, war allerdings rätselhaft. Ob die Bestandteile aus den Gräsern vor Allergien schützen, ist dosisabhängig. „In kleineren Konzentrationen können die Pollen des Wiesenfuchsschwanzes Allergien auslösen, in großen Dosen und sehr früh im Leben aber auch verhindern“, erklärte Martin Peters von der Ruhruniversität Bochum. Das Zuckermolekül wirkt nach Forscherangaben insbesondere, wenn es im ersten Lebensjahr eingeatmet wird.
Jetzt wollen die Forscher untersuchen, ob sich Arabinogalaktan zur Vorbeugung oder auch zur Therapie von Allergien und allergischem Asthma einsetzen lässt. Denkbar wäre eine Anwendung als Spray oder Nasentropfen, da die Substanz gut wasserlöslich sei, sagte Peters.
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